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Konrad von Seidlitz ist ein Yuppie-Anwalt, der seinen steilen Karriereaufstieg damit erreichen will, für unbezahlte Parktickets 14 Tage lang in den Knast zu gehen. Dort angekommen eckt er aber sofort bei den anderen Häftlingen durch seine arrogante Art an. Am letzten Tag seiner Haft wird eine Zellkontrolle durchgeführt, bei der mehrere Kilo Heroin gefunden werden, und dank der Aussagen mehrer Häftlinge gegen ihn, wird er zu 20 Jahren Haft verurteilt. Langsam aber sicher erkennt er, dass er sich wehren muss um aus dem Knast zu kommen.
Gähn! 14 Tage Lebenslänglich ist ein Film, bei dem wieder die typischen Fehler deutscher Kleinproduktionen hervorstechen. Es wird versucht amerikanische Vorbilder zu kopieren, was aber nur lächerlich enden kann. Ein deutscher Knast ist nun mal kein amerikanischer, und so wirken Bilder von Vergewaltigungen, Brutalitäten, harten Aufsehern usw. eher fehl am Platze. Ebenfalls ist die Story mal wieder viel zu unglaubwürdig und unrealistisch im Erzählstil, wenn kurzweilige Sachverhalte sich ewig lang hinziehen, Dinge die im wirklichem Leben aber länger dauern in ein paar Minuten passieren. Das größte Minus ist jedoch der Hauptcharakter, mit dem man sich einfach nicht identifizieren kann. Zuerst gönnt man dem arroganten Junganwalt, dass er länger hinter Gitter muss. Die nun kommende Verwandlung von Muttis Liebling zum harten Bastard nimmt man ihm aber einfach nicht ab. Zudem bleiben sämtlichen anderen Darstellern kein wirklicher Platz um sich zu entfalten, was sie ziemlich farblos und langweilig erscheinen lässt.
Fazit: Wie viel Geld muss noch in derart schlechte deutsche Produktionen fließen bis die Investoren endlich mal kapieren, dass sie nicht immer am Drehbuch sparen dürfen?

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