Haben Sie auf dem Cover den Wolkenkratzer erkannt? Richtig - soll Frankfurt sein. Zumindest deuen das ein paar Bilder der Skyline an. Und man hat es geschafft, mal die richtigen Sirenen heulen zu lassen. Aber Frankfurter sprechen keinen russischen Dialekt. Da jedenfalls hat mal wieder Jemand im Produktionsteam geschlafen.
Richtig ärgerlich aber ist, dass das Filmplakat so gar nicht zum fertigen Film passt. Die Blonde nämlich taucht nur in den Schlussminuten auf und dann auch ohne Knarre in der Hand. Und der Film spielt auch nicht mitten in Frankfurt, wo einiges in die Luft fliegt, so wie es dem Zuschauer suggeriert wird, sondern die meiste Zeit innerhalb eines Appartements. Dort nämlich wird Scott Adkins als Scharfschütze mit Ruhestands-Ambitionen von einem anderen Sniper attackiert. Da noch ein sein Partner und zwei Prostituierte im Raum sind (auch die mit russischem Dialekt) gehen die ersten zwei Filmdrittel für dämliche Dialoge drauf unter dem gelegentlichen Beschuss des Snipers vom Hochhaus gegenüber. Im letzten Filmdrittel dann stürmt ein Einsatzkommando den Raum, welches es natürlich nicht schafft mit der Feuerkraft von sechs Maschinengewehren eine Person im gleichen Raum zu treffen. Die gelegentlichen Dialoge werden jetzt noch dämlicher. Aber egal, Adkins schafft auch die. Im Epilog dann Abrechnung mit der bösen CIA-Chefin im Hintergrund, die dann auch abgemurkst wird.
Adkins-Fans werden auch diesen Film toll finden. Ich gehöre da nicht dazu. Hier konnte mal wieder niemand schauspielern. Die Kulissen waren billig, die Dialoge dämlich, das Story-Grundgerüst noch dämlicher. Aber am aller-ärgerlichsten war diese Cover-Irreführung. "Take Cover" ist ein typischer Action-C-Film, so wie die meisten Filme von Adkins auch. Ganz knappe 4!