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"Rent Control" - eine typisch romantische Komödie und erstes Regiewerk von David Eric Brenner, der gleichzeitig Verfasser der Story ist. Die Geschichte ist schnell erzählt: Holly (Melissa Joan Hart) und Calvin (Ryan Browning), ein glückliches Paar seit ihrer Teenagerzeit, haben einen Traum: sie wollen in New York als Schauspieler Karriere machen. Doch das ist garnicht so einfach wie es scheint, denn schon bei der Wohnungssuche ergeben sich große Probleme. Schließlich kommen sie vorübergehend bei Hollys Tante Agatha unter, die sich aber nach kurzer Zeit mit einer Überdosis Pillen selbst tötet. Holly und Calvin sehen ihre einzige Chance in New York zu bleiben darin, den Tod der Tante zu vertuschen und somit ihr Appartment zu übernehmen. Schnell finden sie Freunde in Dennis, dem Aufzugjungen und der Schauspielerin Audrey (Carmen Electra). Doch der üble Hausbesitzer Vincent riecht den Braten und versucht mit allen Mitteln den Schwindel aufzudecken. Holly und Calvin verwickeln sich in Ausreden, die Probleme häufen sich und schließlich droht ihre Beziehung zusammenzubrechen.
Das Strickmuster von Rent Control ist uralt. Immer wieder versuchen die beiden Hauptcharaktere sich aus heiklen Situationen rauszureden. Der dabei verwendete Humor ist mehr als lau. Die ausgelutschten Gags sind harmlos und altbacken; das Lachen fällt hier mehr als schwer. Zu Beginn wirkt die ganze Story plus Hauptdarsteller noch ziemlich sympathisch, schnell muß man aber herausfinden, dass es sich bei Rent Control um eine nervtötende Ansammlung von Klischees handelt. Das ist vorallem bei den stereotypen Charakteren erkennbar. Da wäre zum Beispiel die von Carmen Electra gespielte Schauspielerin Audrey, die mehr wie eine lächerliche Gogotänzerin wirkt - typisch schön und strohdumm. Um nicht bei einem Beispiel zu bleiben: Dennis, der Geek, der keinen Erfolg bei Frauen hat. Calvin, der naive Schönling und Vincent, der böse, grimmige Obermacker ohne Leben, der versucht das Glück unseres Paares zu zerstören. Der bittere Nachgeschmack dieser simplen Figurenkonstellation zerstört eine ansatzweise brauchbare Komödie. Melissa Joan Hart wirkt zwar manchmal etwas nervend, dennoch spielt sie ihre Rolle ganz brauchbar, auch wenn bei ihr traurige Emotionen etwas amateurhaft rüberkommen. Fans von ihr werden sich freuen, denn genau dieser kindliche Aspekt läßt sie ganz niedlich und sexy rüberkommen; außerdem zeigt sie in einer Liebesszene etwas Haut. Die restlichen, zum größtenteils unbekannten Schauspieler sind ganz ordentlich und durchaus ausreichend für diese laue Komödie ohne Tiefgang.
Leider wird jeder gute Ansatz des Films im Keim erstickt. Brenners Erstlingswerk ist sicher keine Katastrophe oder besonders schlecht, dennoch mehr als überholt. Am Skript hätte man einiges verbessern können. Der Film will eine kleine sympathisch-ehrliche Komödie sein, die sich dank ihrer brachial-dümmlichen Klischees allerdings selbst ins Aus kickt. Rent Control ist somit eine unterdurchschnittliche Happy End-Dutzendware ohne innovative Ideen oder besonders großartigen Reiz, die ohne große Erwartungshaltung des Zuschauers trotzdem wenigstens noch minimal zu unterhalten weiß.

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