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Villa Crystal Dildo

„Game Night“ meets „Ready or Not“ meets „Speak No Evil“ meets Swingerclub?! „Bone Lake“ ist ein Mix mit Pfeffer im Hintern und lässt ein Paar ein abgelegenes Luxushaus für ein romantisches Wochenende mieten, nur um dann festzustellen, dass es zu einer Doppelbuchung kam und die beiden sich die Villa mit einem weiteren Pärchen teilen müssen. Doch nachdem die attraktiven Fremden anfangs noch etwas Wein und Würze in die Sache bringen, offenbaren sich recht schnell Risse in den Pärchenkonstrukten… 

Treuetest der Psychosorte

„Bone Lake“ ist nicht wirklich ein Mysterythriller. Er läuft auch nicht wirklich auf einen Twist hinaus. Ein paar Finten oder „Oha!“ gibt's vielleicht auf dem Weg. Doch die meiste Zeit liegen die Karten deutlich, durchdacht und druckvoll auf dem Tisch. Attraktive Menschen, spaßige Blutbäder, doppeldeutige Dialoge, anzügliche Andeutungen. Trotzdem eindeutig amerikanisch, denn während der Blutzoll ungehemmt in die Höhe schwappt wird sexuell viel um den heißen Brei herumgeredet, wenig wirklich gemacht und gezeigt. Aber erotisches Kopfkino funktioniert ja auch! Slasherige Anflüge punkten weiter bei mir. Ein Schachspiel zwischen unanständigen Gedanken und zögerlichen Taten. Insgesamt ziemlich befriedigend - besonders mit erleichterter und (teils verlegener?) Festivalmeute im Rücken. Aber der funktioniert in Zukunft auch völlig zuhause auf der Couch. Vielleicht bei einem gemütlichen Pärchenfilmabend unter Freunden… Egal ob mit oder ohne gewisse Vorzüge. Kokettierendes Double Feature mit „Companion“.

Unter der Oberfläche blubbert's gewaltig

Fazit: erotisch aufgeladen. Blutüberströmt und Spaß dabei. Sexy, verspielt, böse, trotzdem mainstreamig. Ein weiterer kurzweiliger, schön saftiger und (trotz seiner Härten und Perversionen) relativ leicht zugänglicher Pärchengenrefilm! 

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