Review

Wir schreiben das Jahr 2024. Die Fortsetzung von JOKER ist ein Musical – und die Fortsetzung von TERRIFIER ist ein Weihnachtsfilm (mit eigenem Themesong: „It‘s a Terrifier Christmas!“). 

Nachdem „Art the Clown“ in der Pre-Title-Sequenz in guter alter Weihnachtshorrortradition eine ganze Familie niedergemetzelt hat, springen wir zurück zum abgefahrenen Ende von Teil zwei, in dem Arts Opfer Vicky (die mehr oder weniger Überlebende aus Teil eins) seinen abgetrennten Kopf gebiert (?!?). You had to be there, bzw. man sollte schon zumindest T2 (sic) gesehen haben, um hier durchzusteigen. Wobei: Vicky scheint nun unerklärlicherweise ebenfalls besessen/unsterblich zu sein und so hat Art plötzlich eine Freundin. Oder sagen wir besser „partner in crime“. 

Nicht nur mit diesem Aspekt tritt Damien Leone mit seinen TERRIFIER Filmen die Nachfolge der SAW Reihe an. Auch die Gore-Effekte werden immer besser und die Morde und Folterungen sind an Sadismus und Grausamkeit kaum zu überbieten. Linda Blairs Kruzifix-Masturbation in THE EXORCIST bekommt hier ebenso ein blutiges Update wie die Skalpierungen aus MANIAC und die gnadenlosen Gefangenen-Experimente aus MEN BEHIND THE SUN. PSYCHOs Duschszene wird mit SCARFACEs Kettensäge verschärft und serviert die größte Schlachtplatte des Films, richtig unangenehm wird es aber erst im intensiven Finale des Films, wenn auch noch Orwells grausige Rattenfolter aus 1984 zum Einsatz kommt. 

Fazit: Trotz erneuter Überlänge, unnötiger Fantasy-Mystik und langweiligen Slasher-Stereotypen ein gelungener „Throwback“ in alte Zeiten, die zwar niemals so extrem waren, sich damals aber zumindest so anfühlten.

Details
Ähnliche Filme