Art hat überlebt und zieht los, um sich mit seiner Partnerin Vicky de Überlebende Sienna und ihren Bruder Jonathan zu holen. Und nebenbei noch eine Menge anderer.
Womöglich hätte ich vorab doch noch die Teile 1 und 2 schauen sollen, um bei den Rückblicken und der angedeuteten Mythologie des Terrifier besser durchzusteigen. Aber nun war Terrifer 3 mein erster Film der Reihe, beschlossen von meinem Adventskalender.
Und Spaß hat er auch so gemacht.
In meinem Review zu "The Price We Pay" schrieb ich mal, dass Ryûhei Kitamura mal wieder richtig rumsaut. Nun, er ist ein ziemlicher Waisenknabe gegen Damien Leone. Der liefert hier nämlich ein Gorefest, eine Schlachtplatte der Grausamkeiten, das vor 20 Jahren im Eilverfahren indiziert und beschlagnahmt worden wäre und heute (bis dato) nichtmal auf dem Index steht. Es überrascht mich doch immer wieder, wie sich die Zeiten ändern.
Es versteht sich, dass die Gewalttaten hier im Vordergrund stehen und als Schauerte auch einiges hermachen, denn sie sind weitgehend handgemacht und wirklich erlesen derbe. Von Axt über Kettensäge und Hammer bis zu Flüssigstickstoff, Ratten und Sprengsätzen wird hier alles mögliche eingesetzt, um den Bodycount möglichst in die Höhe zu treiben.
Story und Figurenzeichnung bleiben dabei natürlich etwas auf der Strecke, obgleich uns etwas Hintergrund zu Art präsentiert wird (ich freilich nicht, ob das in den beiden Vorgängern schon so war). Die Story selbst beschränkt auf diverse Kills auf dem Weg zur finalen Konfrontation, zumindest für diesen Teil, denn Teil 4 deutet sich mit dem Zaunpfahl an.
Was also macht den Film sehenswert?
Für mich war das vor allem Art selbst, seine Mimik und Gestik sind großartig, so voller Zynismus und bösestem schwarzen Humor. Und der macht richtig Laune. Kontrastiert wird das von der absolut vorhandenen Weihnachtsstimmung, die durch die Weihnachtssong und die allgegenwärtige Weihnachtsdeko aufkommt. Besonders schön ist der eigene Song: A Terrifier Christmas.
Zwar schleichen sich im Mittelteil ob der überlangen Laufzeit ein paar kleine Längen ein, aber die sind gut auszuhalten, denn die Bluttaten sind recht gut verteilt. Allerdings sogen selbige auch nicht grad für ein Übermaß an Spannung, "nur" für ordentlich Unterhaltung.
Das kleine Wiedersehen mit Tom Savini und Clint Howard hat echt Freude bereitet.
Derber Weihnachtssplatter, ein frohes Fest für Gorehounds, so auch echt sehenswert.