Review

Night of Doom ist ein kleiner italienischer Experimentalfilm, der während der Corona-Zeit entstand und diese Phase für eine dystopische Geschichte nutzt. Im Zentrum steht die neuartige Droge „Doom“, die das Leben der Menschheit nachhaltig verändert. Die Prämisse klingt zunächst interessant – die Umsetzung ist es leider kaum.

Was man Pesca zugutehalten muss, ist sein Gespür für visuelle Gestaltung. Optisch weiß der Film stellenweise zu gefallen und erzeugt mit Farben, Licht und Effekten eine durchaus stimmige Atmosphäre. Damit sind die positiven Aspekte jedoch weitgehend erschöpft.

Inhaltlich entpuppt sich Night of Doom als zäher, wenig durchdachter Drogentrip. Statt eine kohärente Geschichte zu erzählen oder seine dystopische Idee auszubauen, verliert sich der Film in Blut, Schockmomenten und sexuellen Fetischbildern. Eine echte Handlung oder Figurenentwicklung sucht man vergeblich. Trotz der kurzen Laufzeit von etwas über einer Stunde macht sich schnell Langeweile breit.

Das geringe Budget ist dem Film deutlich anzumerken. Ein Großteil scheint in die Computereffekte geflossen zu sein, die jedoch nicht über die erzählerischen Schwächen hinwegtäuschen können. Selbst Freunde des Underground- oder Experimentalfilms dürften mit diesem wirren, erotisch aufgeladenen Drogentrip ihre Schwierigkeiten haben.

Night of Doom bleibt somit ein visuell interessanter, aber inhaltlich leerer Film, der seine gute Grundidee verschenkt und kaum mehr als zwei Sterne rechtfertigt.

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