Review

Re-Flesh ist eine dystrophische Anthologie, die sich klar dem Body-Horror und der Idee des „neuen Fleisches“ verschreibt. In einer losen Rahmenhandlung installiert eine mysteriöse Krankenschwester einem Patienten fünf Programme, die jeweils eine eigene, visuell geprägte Episode einleiten. Die Referenz an Cronenbergs Videodrome ist dabei unübersehbar – Pesca interessiert sich weniger für klassische Narrative als für die konsequente Visualisierung technofleischlicher Transformationen.

Das Ergebnis ist eine Abfolge bizarrer Bilder: tetsuoartige Verkabelungen, aus Körpern wachsende Tamagotchi-Wesen, Hentai-Ästhetik und ein leicht erotischer Unterton mit angedeuteten S/M-Elementen. Handlungen im eigentlichen Sinne gibt es kaum, stattdessen dominiert eine Werkschau an Spezialeffekten und kruden Ideen. Wer genau das sucht, dürfte über die einstündige Laufzeit durchaus unterhalten werden. Mir persönlich reicht das jedoch nicht aus – ohne erzählerische Substanz bleiben die Episoden trotz interessanter Effekte erstaunlich leer. Als Demo-Reel für praktische Effekte funktioniert Re-Flesh besser denn als vollwertiger Film.

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