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Romain will seinen Schulabschluss feiern und probiert bei seinem Dealer eine neuartige Droge aus, um eine unvergessliche Sommernacht zu erleben. Unterwegs gabelt er eine verletzte Frau auf, die sich äußerst merkwürdig verhält. Als sie plötzlich anfängt, sich selbst schwer zu verletzen, kippt seine Stimmung endgültig. Zwischen Rausch und Realität versucht Romain herauszufinden, was zur Hölle vor sich geht: Ist es nur ein schlechter Trip oder verwandelt sich die Welt um ihn herum tatsächlich in einen blutigen Albtraum?

Tja, das Problem, dass Regisseure die in der Vergangenheit schon mal ein Meisterwerk abgeliefert haben, ist immer das gleiche – man misst sie eben an diesem, denn THEM gehört für mich zu einer der besten Horrorfilme aller Zeiten, mit sensationeller Ausleuchtung und extrem krassem Ende.

Nun versucht David Moreau mal wieder an eben diesen genialen Film anzuknüpfen und scheitert dabei leider. Wobei ich nicht sagen will, dass MADS jetzt ein total schlechter Film ist.

Juhu, das Feuilleton schreit wieder aus allen Rohren „Kunst, Kunst, der ganze Film ohne jeglichen Schnitt gedreht – daher ein Meisterwerk.“ Natürlich ist das schon eine besondere Herausforderung, ist aber auch nichts neues und wurde z.B. in VICTORIA einem deutschen !!! Streifen schon gezeigt.

Zudem kann man ja eigentlich nie überprüfen, ob er sich auch an den einen Schnitt gehalten hat, denn heutzutage kann man die Cuts wirklich so setzen, dass man auch den ein oder anderen als normaler Zuschauer nicht erkennen kann.

Dieses merkwürdige Virus führt zu einigen blutigen Auftritten, die aber im Bereich der FSK 16 gut abgedeckt sind. Schauspielerisch ist das alles recht durchwachsen und da man hier wirklich nicht einen Sympathieträger hat, ist der Film auch nicht so fesselnd, wie er gerne wäre, wenn auch ein paar gelungene Szenen dabei sind.

In den letzten 20-25 Minuten dreht MADS dann nochmal auf und die Geschehnisse wechseln schnell – das hätte er mal vorher machen sollen, denn bis dahin ist der ein oder andere Zuschauer bestimmt schon abgesprungen.

Fazit: Die nette Grundidee reicht nicht aus, um ein wirklich überzeugendes Gesamtwerk zu präsentieren, auch weil einem der bekloppte Hauptdarsteller die ersten 45 Minuten auf den Sack geht. So bleibt unter dem Strich ein solider Genrebeitrag ohne großartig Gehaltvolles.








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