Review

In gelackten Bildern, bis zur Lächerlichkeit stilisiert, möchte uns der Regisseur eine Geschichte über eine Männerfreundschaft, Treue, Verrat und Tod erzählen. Ganz davon abgesehen, dass ich mit diesem (meist asiatischen) Subgenre des Historienfilms bisher kaum etwas anzufangen weiß, versagt der Film in künstlerischer Hinsicht auf ganzer Linie. Ein ernstzunehmendes Drama muss sich, Schwertkampf hin oder her, mit den handelnden Personen auch beschäftigen, sonst kann man in die Motive derselben keine Einblicke nehmen; die Geschichte wird belanglos und versinkt in einem Sumpf aus Sentimentalität und Unlogik - als Rachefilm mit einigen Fights allenfalls noch annehmbar.
Was ich aber gar nicht verstehe, ist die Tatsache, dass an einigen Stellen des Films genau der richtige (und in meinen Augen auch nötige) Ton gefunden wird: der das Leben verneinende Ansatz, der aus dem Versagen von Freundschaft, Liebe und Politik resultiert und in unbeherrschbarem Fanatismus mündet. Doch diese Fragmente werden jeweils bereits nach wenigen Sekunden zunichtegemacht, als ob wehende Haare und der metallische Klang eines gezogenen "Sword in the moon" wichtiger wären.

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