Review

Die Ausgangssituation, in einem Würfel, abgeschirmt von der Außenwelt aufzuwachen, klingt ja erstmal originell. Nur, dass diese Idee bereits 1997 verfilmt wurde und aufgrund des Erfolges einige Fortsetzungen nach sich zog. Immerhin wirft der Stoff auf einer derartigen Basis einige Fragen auf, um die meiste Zeit Interesse zu schüren.

Soldat Miles (Jonathan Rosenthal) befindet sich im Einsatz im Irak und wird angeschossen. Kurz darauf nimmt er ein grelles Licht wahr und erwacht in einem kargen Raum ohne Fenster. Einige seiner Utensilien befinden sich noch bei ihm, doch nach einiger Zeit dreht sich der Raum und schleudert Miles unbarmherzig durch selbigen, wobei er ein Telefon abgreifen kann. Er stellt Kontakt zu Damsey her, die scheinbar sein Schicksal an anderer Stelle teilt…

Vom Kriegsgeschehen zum Einstieg sollte man sich nicht täuschen lassen, denn bis auf Anfang und Ende spielt sich die Handlung ausschließlich in jenem Raum ab, dessen Wände aus großen Steinquadraten zusammengesetzt sind und sich im Verlauf verändern, also auch verkleinern können, was für Klaustrophobiker nicht die besten Grundvoraussetzungen sind.
Zudem entdeckt Miles einige Schriftzeichen in unterschiedlichen Sprachen und Formeln, die eventuell auf eine Lösung des Rätsels hindeuten könnten.

Allerdings gibt es keine direkten Einflüsse von außen, keine Befehle oder Anweisungen, aber auch keine Fallen oder gar weitere, variable Räume, was die Angelegenheit sprichwörtlich etwas eindimensional gestaltet. Erst mit der Kontaktaufnahme zu Damsey fließen weitere Informationen, wobei vieles nur Spekulation ist und bis zum Ende auch bleibt, da einige aufgeworfene Fragen weitgehend unbeantwortet bleiben.

Hauptdarsteller Rosenthal performt soweit ganz ordentlich und bringt genügend Präsenz ein und auch der zurückhaltend eingesetzte Score ist angemessen, nur kommt die Geschichte im Verlauf immer weniger in die Gänge und bleibt dabei über weite Teile spannungsfrei. Irgendwann gibt es kaum neue Erkenntnisse, zumal sich das Rätselraten rund um veränderte Schwerkraft und vierdimensionale Gleichungen rasch erschöpft.

Die Pointe kommt ähnlich überraschungsfrei wie die eigentliche Geschichte und es werden definitiv nicht alle Fragen beantwortet. Als solide sind anbei Make-up und Kamera zu erwähnen, welche vor allem bei den Drehungen eine gute Dynamik aufkommen lässt, doch ansonsten wird in Sachen Action, Thrill und Miträtseln zu wenig geboten, um über die Laufzeit von 97 Minuten vollends am Ball zu bleiben.
Knapp
5 von 10

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