Review

Clare (Bella Thorne) ist eine ungewöhnliche „Heilige“: Sie ermordet (potenzielle) Triebtäter. Ihr Vorbild: Joan of Arc. „Wurde die nicht verbrannt?“ fragt eines ihrer noch ahnungslosen Opfer. „Ja, aber davor hat sie noch eine Menge Männer umgebracht“

Als in ihrer Stadt Mädchen vermisst werden, verdächtigt sie einen Mitschüler und beginnt, Nachforschungen anzustellen. Zeitgleich ist ihr ein Detective (Ryan Philippe) wegen ihres letzten Mordes auf den Fersen. 

Die italienische Regisseurin Mitzi Peirone, die schon den wunderbar weirden BRAID gemacht hat, verpasst dem Serienkiller-Genre einen interessanten Twist, lädt ihrer Hauptfigur aber etwas zu viel Psychosen auf. So spricht Clare nicht nur zu Gott, sondern auch mit Bob, dem Briefträger, einem ihrer ersten (versehentlichen!) Opfer, der sie als kumpeliger Geist begleitet wie einst Griffin Dunne in AMERICAN WEREWOLF. 

Dass Clare dann auch noch im Schultheaterstück gemeinsam mit einem potenziellen Predator besetzt wird (und zwar mit vertauschten Geschlechtern) ist vielleicht eine Ebene zuviel. Man sieht daran jedoch, dass Peirone keinen 08/15-Slasher aus dem Stoff machen wollte und das ist in jedem Fall gelungen: Der Film ist interessant inszeniert, hat ungewöhnliche Ideen und sogar ganz konventionelle Spannungsszenen zu bieten.

6.5/10

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