7
kurz angerissen
Ähnlich wie Guillermo del Toro mit „Frankenstein“ macht sich Robert Eggers mit „Nosferatu“ einen Stoff zu eigen, der in der Popkultur längst ein Eigenleben entwickelt hat; nur dass Eggers Seele ungleich düsterer zu sein scheint. Seine Titelfigur pendelt am Abgrund zwischen Mensch und Monstrum, in ihr vermischen sich Entitäten, die man instinktiv in ontologischer Trennung voneinander halten möchte. Skarsgard ist nicht mehr zu erkennen, spielt aber ohnehin nur einen Schatten in einer Erzählung, die sich ganz auf die Spiegelungen in den aufgerissenen Augen von Lily-Rose Depp fokussiert. Eigentlich möchte man von Eggers lieber originäre Stoffe sehen, aber in Schlüsselmomenten oszilliert „Nosferatu“ eine animalische Kraft, der man sich kaum entziehen kann.
4
Hatte ziemlich hohe Erwartungen. Allerdings gab es nicht wenige Leute, die den Film vor dem Ende verließen, so schlecht war er.
„Nosferatu“ hat mit schöner Kameraführung und Szenerie hat etwas Stil, aber letztlich ist es ein oberflächlicher Film, ohne echten Horror.
Auch wurde kräftig bei Bram Stokers Dracula, Werner Herogs und Murnau's Filmen abgekupfert.