Aus Russland gelangt ein Virus in den Westen . Zuerst hat man ihn scheinbar im Griff , doch das versierte Publikum ahnt , dass das nicht lange so bleiben wird . Bald verwandelt ein neuer Virusstamm die Infizierten in rasende Monster . Anfangs versucht sich Manel in seinem Haus zu verbarrikadieren , doch als er eine Nachricht hört , dass es auf den Kanaren sicher sein soll ( wo auch noch seine Schwester samt Familie lebt ) , macht er sich samt Katze auf den Weg durch die Apokalypse ...
Spanien bescherte uns in den letzten Jahren mit "REC" eine der innovativsten und unterhaltsamsten Zombie Film Reihen überhaupt . Leider gelingt es "Apokalypse Z" ( der eigentlich "Apokalypse I" heißen müsste , da es hier ja um Infizierte und nicht um Zombies geht ) nicht in die gleiche Liga aufzusteigen .
Hier könnte man sagen : zeitgenössische Zombie Apokalypse , die 643. Alles , was man hier zu sehen bekommt , kommt einem ziemlich bekannt vor . Da trifft "28 Days later" auf "I am Legend" , "Dawn of the Dead" (das Remake) und das alles mit einem Hauch von "World War Z" .
Es geht mal wieder durch leere Städte und Straßen auf dem Weg zu einem vermeintlich (???) sicheren Ziel. Natürlich braucht der Held wieder ein Trauma ( Tod seiner Frau ) und auch die Figuren , die er unterwegs trifft , sind jetzt nicht gerade die originellsten . Über sie weiß man eigentlich nichts und besondere Persönlichkeiten scheinen sie auch nicht zu besitzen . Als einziges Alleinstellungsmerkmal des Films, konnte ich nur die Katze entdecken und mit der hätte man durchaus mal eine spannende Szene gestalten können .
Dafür ist das Ganze aber recht ansprechend gemacht , sieht nicht billig aus und es herrscht immer genug Bewegung , so dass der Film kaum langweilen kann .
Wenn der Held dann mal mit dem Motorrad durch einen Wald voller Infizierter fährt oder es am Ende durch ein Krankenhaus zum obligatorischen Hubschrauber geht ( das erinnert dann an die "Resident Evil" Spiele ) wird es durchaus noch mal ganz spannend ( gerade wie man sich zum Hubschrauber vorarbeitet fand ich durchaus ganz originell ) . Doch zwischen den Szenen ist leider nicht gerade Hochspannung angesagt . Die Infizierten tauchen teils zu sporadisch auf und eine ( russische oder ukrainische ) Schiffsmannschaft , die er in der Mitte des Filmes trifft , ist einfach nicht präsent genug , um zur dauerhaften Bedrohung zu taugen .
Fazit : Im Zombie Genre kann man das Rad einfach nicht neu erfinden - das ist ja klar . Deswegen kann ich dem Film auch keinen Vorwurf machen , doch ein paar neue Ideen oder Kniffe hätten es schon sein dürfen . Gerade wenn man bedenkt , dass das Ganze wohl als Reihe geplant zu sein scheint ( siehe schon der Untertitel " Der Anfang vom Ende " und das Ende des Filmes selbst ) . Wieder mal heißt es : Kann man sich als Zombie / Endzeit Fan mal ansehen wenn man genug von den Klassikern hat , aber es gibt besseres ...