Review

(Not so) True Crime

"Strange Harvest" ist eine sehr effektive und blutrünstige True Crime-Mockumentary über einen berüchtigten, okkulten Serienkiller ("Mr. Shiny"), der San Bernardino seit Jahrzehnten (!) dezimiert und unsicher macht...

"Strange Harvest" ist ein kleines Schmankerl für Found Footage-, Serienkillerfilm- und Mockumentary-Fans. Nicht perfekt - aber doch enorm effektiv und creepy. Nicht alle talking heads wirken komplett authentisch oder sind gute Schauspieler, nicht alles macht komplett Sinn oder nimmt sich komplett ernst, wenn man kleinere Details anguckt. Aber das muss es ja auch gar nicht. In etwa der aktuelle Meta- und Mockumentary-Trend done the 90s way. Geht nur nach vorne, hat pulpige und verschachtelte Aspekte. Direkt, düster, dicht. Einige Bilder der Mordopfer und Tatorte sind wirklich verstörend, kreativ, evil. Der kosmische Terror überträgt sich unaufhaltsam auf den Zuschauer. Und ich hatte öfters eine kleine Gänsehaut. Wer also gerne sein "Lieblingsgenre" etwas dechiffriert sieht und auf frische Ansätze steht, der kann "Strange Harvest" eigentlich nicht schlecht finden. Beklemmend, bitter, böse. Genau so mag man das doch. Hier sind definitiv Leute am Werk, die wissen, was sie tun und in welcher (dunklen) Welt sie sich befinden!

Fazit: Spannende, kompakte, kompetente und (positiv) fiese Mockumentary, die z.B. Stuckmanns nicht unähnlichen "Shelby Oaks" locker in den Schatten stellt und wunderbar böse daherkommt! 

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