Seit sie sich auf der Highschool kennengelernt hatten, sind die Twens Shelby (Brittany O'Grady) und Cyrus (James Morosini) ein Pärchen. Doch irgendwie läuft es in ihrem Liebesleben derzeit nicht so rund, denn obwohl die dunkelhaarige Shelby dem Wunsch ihres Freundes entsprechend mit einer blonden Perücke ins Schlafzimmer kommt, zieht er sich lieber Pornos am Laptop rein. Da kommt die Einladung eines befreundeten Pärchens gerade recht: Reuben möchte nämlich heiraten und lädt dazu am Vorabend der Hochzeit einige alte Schulkollegen in das abseits gelegene alte Haus seiner Mutter ein.
Am Abend versammeln sich die jungen Leute dort und haben sich, da sie sich zum Teil schon ein paar Jahre nicht mehr gesehen hatten, einiges über ihr Leben, das sich zum Großteil auf social media-Kanälen abspielt, zu erzählen. Als letzter trifft Forbes (David Thompson) ein, von dem nicht alle erwartet hatten, daß er überhaupt kommt, da er seinerzeit wegen einer ausgeuferten Party von der Schule geflogen war und seitdem keiner mehr zu ihm Kontakt hatte. Doch Forbes erscheint gutgelaunt und macht den Anwesenden den Vorschlag, statt der gewohnten, langweiligen Spiele an solchen Abenden Teil eines ganz besonderes Experiments zu werden: in seiner Aktentasche hat er ein Maschinchen, das mittels Elektroden, die sich jeder an die Schläfen kleben muß, einen Persönlichkeitstausch vollziehen kann. Etwas perplex, aber neugierig machen alle 8 Twens sowie Forbes (als Spielleiter) mit - doch das Resultat, mit seinem Geist im Körper eines anderen/einer anderen zu sein und mit dessen Stimme zu sprechen, stellt eine völlig neue und verstörende Erfahrung dar...
Die Geschichte vom computergesteuerten Rollentausch ist zunächst einmal eine interessant klingende Idee und begründet für kurze Zeit die Hoffnung auf etwas Neues, doch nach Einführung der leider völlig beliebigen Filmcharaktäre, die noch dazu - begleitet von einem social media-Schnellschnittgewitter - wild durcheinanderquatschen, legt sich das Interesse an Regisseur und Drehbuchautor Greg Jardins Sci-Fi-Komödie It's What's Inside (zu deutsch: Zeig mir, wer du bist) schon bald wieder, um einem immer verworrenerem Fortgang der Sache Platz zu machen. Mehrfach mag man sich überlegen, dieses kaum in eine Genreschublade passende Käsefilmchen vorzeitig abzudrehen, doch auch wer bis zum bitteren Ende nach 106 Filmminuten durchhält, ist kaum schlauer als zuvor.
Viel zu uninteressant sind die beteiligten Darsteller (wer - außerhalb dieser Zielgruppe - interessiert sich schon für das oberflächliche Geschwätz nur auf Äußerlichkeiten bedachter 23-, 24-jähriger Studenten), viel zu schnell und undifferenziert werden die Beziehungen untereinander abgehandelt, sodaß schon bald das reinste Chaos herrscht, wer jetzt in wessen Körper steckt und aus welchem Grund dies oder jenes tut oder sagt.
Dazu kommt, daß es sich die Regie schlichtweg zu einfach macht und das Wundermaschinchen in der Aktentasche - welches verdächtig nach einem Analog-Mischpult aus den frühen 1990er Jahren aussieht - in keinster Weise näher erläutert, sondern dessen Funktion - Personen zu "switchen" - als gegeben voraussetzt.
Schließlich wird auch das (Er-)Leben im Körper einer anderen Person dem Zuschauer kaum begreiflich, gerade einmal bestimmte Ausdrücke, die nur dieser oder jene Anwesende benutzt, verraten, wer gerade in wessen physischer Erscheinungsform steckt. Ob man sich in jenen Momenten besser oder schlechter, stärker oder schwächer, beschwingt, traurig, klüger, gehemmt oder was auch immer fühlt, bleibt vollkommen außen vor. Dafür fängt dann ein geswitchtes Pärchen plötzlich zu knutschen an, ein anderes stürzt ohne Grund im Off vom Balkon und niemand kennt sich mehr aus, wer eigentlich wer ist.
Auch die Location - ein älteres alleinstehendes Haus - wird in keinster Weise genutzt, um etwas morbide Atmosphäre zu kreieren, obwohl sich dies anbieten würde - stattdessen arbeitet die Regie mit reichlich bunten Farbfiltern, um die Verwirrung noch weiter anzuheizen. Dementsprechend fällt auch das belanglose Ende aus, das mit einer weit vorher zu erahnenden, pseudo-lehrhaften "Weisheit" endet.
Fazit: Zeig mir, wer du bist wartet mit einer neuen Idee auf, versaut deren Exposition aber komplett und hat außer oberflächlichen Darstellern, deren Tun und Lassen einem fast vom Start weg komplett am Allerwertesten vorbeigeht, absolut nichts zu bieten. 2 Punkte.