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Wie kaputt ist die Gen-Z? It’s What’s Inside! Als Stilmittel dies zu karikieren, benutzt der Film genau die Krankheiten, die diese arme Generation befallen hat. Social Media Sucht, Selbstdarstellungszwang, Luxusaffinität, Technik-Abhängigkeit. Diese armen Kinder, die jetzt groß sind, aber es emotional wohl nie werden, sind gefangen in dieser Welt aus falschen Bits und unechten Bytes. Inszenatorisch ist das wirklich kreativ umgesetzt, jede Szene zeigt mehr oder weniger subtil den Schein in diesem Sein. Mit fortschreitender Spielzeit fällt es schwer dem Wer-ist-Wer zu folgen, vor allem weil das Charakterbild der Figuren keine Favoriten abbildet. Vermutlich bleiben alle dem Zuschauer fremd. Irgendwann gibt es aber auch für die Verwechslungsgefahr einen gut gelösten Kniff. Generell lassen sich die Macher jede Menge technische Gimmicks zur Unterstützung ihrer Vision einfallen. Verwirrung!? Ja, oft, aber das interessante Bodyswitch-Thema sorgt auch dafür, dass der Spannungsbogen erhalten bleibt. So war das noch nicht zu sehen und genau da ist die Leistung des Films, Ideenreichtum, Frische, Kreativität. Nicht die Regel, weder generell noch gerade bei Netflix.

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