Als ich zum ersten Mal von Man-Eater hörte und die angeblich äußerst zahlreichen Gründe las,aus denen dieser Streifen indiziert wurde, war ich voller Vorfreude, auf ein durchgängiges blutiges Gemetzel, dass seines Gleichen sucht.
Es fing auch ziemlich vielversprechend an. Ein verliebtes Pärchen geht nichtsahnend an den strand und wenige Augenblicke später ist von der jungen Frau nur noch eine Blutlache im Wasser übrig (welches in der Darstellung allerdings schon eher an den Weißen Hai erinnert) und ihrem Freund wird mit einer Machete der Kopf gespalten.
Schön und gut, aber wer denkt, dass das muntere Schlachten sofort weitergeht, ist auf dem Holzweg. Erstmal brechen 6, relativ schlecht agierende, Schauspieler mit dem Segelboot zu einer Insel auf, um Freunde zu besuchen. Um sich die Zeit zu vertreiben, halten sie sich mit dämlichen Dialogen bei Laune und beschäftigen sie sich mit dem deuten von Tarotkarten (wofür natürlich zufällig eine Expertin an Bord ist), wobei schon herauskommt, dass der Ausflug unterkeinem guten Stern steht. Auf der Insel angekommen, bleiben 2 Leute auf dem Boot zurück während der Rest der lustigen Runde ins,offenbar verlassene, Dorf geht. Nachdem die Zurückgebliebenen Bekanntschaft mit dem Menschenfresser gemacht haben passiert aber erstmal eine sehr Lange Zeit nichts nennenswertes. Die Freunde rätseln über das verlassene Dorf, ein blindes Mädchen taucht auf,ein herzzerreißendes Eifersuchtsdrama spielt sich ab und der Menschenfresser tritt zum ersten wirklich in Erscheinung, um jemandem die Kehle durchzubeißen. Komischerweise scheint der besagte Man-Eater häufig eher eine Vorliebe dafür zu haben, Menschen zu töten, diese aber nicht zu verspeisen. Naja..jedenfalls taucht er nach diesem Zwischenfall eine halbe Ewigkeit nicht mehr auf, während die übrig gebliebenen Leute seiner Vergangenheit auf den Grund gehen, welches leider wirklich unverhältnissmäßig viel Zeit in Anspruch nimmt. Das Finale ist wiederrum ist Recht gut inszeniert, nur die viel diskutierte "EmbryoausdemLeibreiß-Szene" hat mich enttäuscht, da man sich im Verlauf dieser Szene wirklich fragen muss, wo er diesen Embryo plötzlich so schnell herhat. Allerdings entschuldigt die Schlußsequenz und vorallem das Ende, als der Man-Eater die Vorzüge seiner eigenen Innereien entdeckt, für die vielen Schwächen die der Film aufweißt.
Insgesamt ein klassischer Splatterkracher mit dem unverwechselbaren 80er Jahre -Horror-Charme, der sich durch schräge Musik, zum Teil recht gut gemachte brutalen Szenen, unfreiwillige Komik aber leider auch durch eine laue Story, seltsame Schauspieler und viele Längen auszeichnet.
Insgesamt: 5 Punkte !!