Review

Ein paar Touristen bringen mit ihrem Boot eine junge Frau auf eine Insel, wo ihre Bekannten leben. Doch dort angekommen, scheint das Dorf fast komplett entvölkert zu sein. Als auch noch ihr Boot abtreibt und eine Frau verschwindet, fangen sie an, sich Sorgen zu machen und erkunden die Insel. Sie kommen hinter das düstere Geheimnis in Form eines zum Menschenfresser gewordenen Mannes, der sie von nun an nacheinander jagt. Joe D'Amato schuf mit "Antropophagus" einen der berüchtigsten Horrorfilme der 80er Jahre. Die Story, die den Zuschauer erst nach und nach einweiht, ist geschickt aufgebaut und bemerkenswert atmosphärisch umgesetzt. So gibt es ab der Ankunft auf der Insel morbide Grundstimmung satt, die B-Schauspieler tanzen ebenso wenig aus der Reihe, wie der saubere Soundtrack. Auch Regisseur D'Amato verzichtet hier komplett auf Sexszenen oder Witzchen, die Konsequenz macht sich bezahlt, wenn man die Intensität und die dichte Atmosphäre betrachtet. Die Morde steigern sich und gipfeln nebst der berüchtigten Fötusszene in der ebenso bekannten Gedärmefreßszene. Was man hier an Gore zu sehen bekommt ist technisch nicht auf höchstem Niveau, trotzdem verfehlt es die Wirkung nicht, da die Ideen ausgesucht garstig sind, zu lachen gibts hier nichts. Allerdings sollte man auch nicht die anderthalb Stunden Schlachteplatte erwarten, um an "Antropophagous" Spaß zu haben.

Meilenstein des unterschätzten Horrorfilms, der seinen Ruf als bösartigen Film zu Recht hat und zugleich ein Highlight zwischen diversen fragwürdigen Joe Damato Schmuddeltrashern. 9/10 Punkten

Details
Ähnliche Filme