Retrospektive. Eines der Mysterien meiner Jugend, geheimnisvoll, berüchtigt, beschlagnahmt, unerreichbar, oder nur als kaum schaubare VHS-Kopie. "Indiziert", sicher kein Qualitätsmerkmal, aber eines, das Interesse weckte. Heure alles Schall und Rauch, von Zeit und Realität eingeholte Nostalgie. Jeder kommt an alles, die komplette Medienwelt ist entmystifiziert. Fast. Dieser Film ist jetzt ohne Problem verfügbar, aber weder hat er seinen anstößigen Status verloren, noch sind sich die Zuschauer in seinem qualitativen Standing einig. Gewalt-Porno, Billig-Schocker, amateurhafte Provokation, möglicherweise. Vielleicht auch Studie einer Entmenschlichung, des Verfalls eines Familienvaters im Strudel der schrecklichen Umstände. Fehlende Spannung, generell Langatmigkeit, teilweise mäßige Schauspieler-Leistungen, richtig. Doch auch ein stimmungsvoller Score vom Goblin und eine alptraumhafte Bebilderung. Wer sich darauf einlässt, findet sich in einem Sog des Entsetzens. Die zelebrierte Dunkelheit an einem derart hellen Ort, eigentlich ein Urlaubsparadies, ist vollkommen stimmig und zeigt auch Wirkung. D'Amato war keinesfalls der ihm oft attestierte schlechte Handwerker, aber vermutlich auch nicht mehr. Den von mir als Option herangezogene Tiefgang wird von ihm allerding eher trivial aus dem Raum genommen. "Ich wollte die Zuschauer schockieren".