Drei leidenschaftliche, aber leider ständig mittellose Musiker, Silvio (Silvio Francesco), Pierre (Peter Alexander) & Kathrin (Caterina Valente), verschlägt es mitsamt dem Komponisten Duval (Dietmar Schönherr) nach San Remo, wo sie in einem Hotel jobben, in der Hoffnung, dass sie beim Festival auftreten dürfen.
In einem akuten Anfall von sentimentaler Nostalgie habe ich mir Bonjour Kathrin angeschaut, habe ich diese Art Film doch seit Kindheitstagen nicht mehr gesehen. Und, mon dieu, ich hatte schon schlechtere Ideen. Ich weiß nicht, woran es liegt, aber... Blödsinn! Natürlich weiß ich, woran es liegt. An der entzückend-charmanten Caterina liegt’s! Es ist eine unglaublich spritzige, sympathische & bezaubernde Performance, die sie da aufs Parkett knallt. Die Art Performance, von der man den Blick nicht abwenden mag. Die Art Performance, die ihre Kollegen fast zu Statisten degradiert. Die Art Performance, mit der sie sich in die Herzen des Publikums spielt & singt & tanzt.
Dass der Streifen deutlich schwächer wird, sobald sie nicht zu sehen ist, ist zu verschmerzen, schließlich dauert es nie lange, bis die Kathrin wieder durchs Bild wirbelt & alle Blicke auf sich zieht. Regisseur Karl Anton setzte den ausgelassen-unschuldigen Gute-Laune-Spaß schwungvoll in Szene, die zur Schau gestellte Freude der Beteiligten ist ansteckend, die meisten Songs gehen sofort ins Ohr & reißen mit (ganz besonders "Komm ein bisschen mit nach Italien...") & beim sympathischen Humor musste ich oft grinsen, selbst wenn die Gags auf der albernen Seite sind. Ja, das hat mir richtig gut gefallen.