Clive Barkers Zoomania...!
Ein neontoxisch-leuchtender Komet stürzt in einen proppenvollen Zoo und verwandelt die größtenteils sehr süßen Bewohner in gefährlich-glitschige Monster, die den übriggebliebenen tierischen Zoobewohnern die Nacht und Tentakeln um die Ohren hauen...
Man spürt, dass das nicht aus Hollywood kommt...
Die Farben strahlen retro, kräftig und neon. Die Figuren sind quirlig, frech, akzentuiert und sympathisch. Der Look insgesamt kann sich sehen lassen (ohne auch nur irgendwo in die Nähe von Pixar oder der obersten Klasse zu kommen). Die vielen Horrorfilmzitate sind ein großer Spaß auch für uns Großen. Und insgesamt hat "Night of the Zoopocalypse" etwas mehr zu bieten als viele ähnliche Kurzfilme dieser Art (z.B. von "Sing") und stellt sich als großartiger "Kinderhorror" oder Einsteigerhorror heraus. Süß, schleimig und spooky. Die lovecraft'schen und barker'schen Einflüsse sind unübersehbar. Die Synchronsprecher sind stark. Alles hat eine Energie und Kurzweiligkeit, die jedwede Längen komplett ausmerzen und im besten Fall an die "Critters" oder "Gremlins" erinnern. Und an "Madagascar". Das muss man erstmal dermaßen konsequent kreuzen. "Night of the Zoopocalypse" hat mein Herz im Sturm erobert und bekommt vielleicht einen Extrapunkt aus reiner Überzeugung und Überraschung. So oder so ist er ganz tief im grünen Bereich. Oder im ultravioletten... Mir noch deutlich lieber als sowas wie "Hotel Transsilvanien". Romero trifft Darwin. Behaarter Body Horror für die Grundschule - absolut toll!
Die Farbe aus dem Stall
Fazit: für Kinder (ab 9 Jahren eventuell) und mutige Familien ein ganz fantastischer, fordernder Genremix aus Unschuld, Horror, Sci-Fi, Fun, Retrofaktor und Filmzitaten. Wenn man nicht zu viel erwartet macht er genau das, wofür er auszog. Creepy und funny für die Kleinen, gewitzt und genrefilmisch für uns Großen. Daumen bzw. Tatzen hoch!
P.S.: Und als wäre es nicht passend genug springen gerade süße Hasen mit einer gruseligen und unheilbaren Hornkrankheit durch die Gegend…