Nach dem passablen, aber nicht sonderlich gelungenen "Mord in Yellowstone City" jetzt also der neueste Western des Regisseurs. Und das mit geballter Starpower! Bis in kleinste Nebenrollen mit bekannten Gesichtern besetzt, die Hauptrolle mit Pierce Brosnan eher untypisch besetzt, aber der kann voll überzeugen. Stets gut gekleidet gibt er nicht nur optisch was her, er hat auch das Kämpfen nicht verlernt. Ihm gegenüber steht Samuel Jackson, der mal wieder eine Jackson-typische Figur spielt (wahrscheinlich ist der wirklich so?) und nicht ganz so überzeugen kann. Die tragende Nebenrolle hat ein noch unbekannter Darsteller, der seine Sache aber gut macht. Er repräsentiert wohl die Unschuld in diesem Film über Habgier, Mord und Totschlag. Denn mit dem Erscheinen dieser Figur wird eine Kette von Ereignissen losgetreten, in deren Folge fast alle ins Gras beissen. Im wesentlichen geht es in der etwas komplizierten Story um die Jagd nach einem vergrabenen Schatz. Mir hat die Geschichte jetzt nicht gefallen, auch alle Figuren bleiben irgendwie blass und undiffernziert. Auch optisch ist der Film etwas enttäuschend. Da spielt das Ganze schon in Montana, grandiose Panorama-Aufnahmen werden aber nicht präsentiert. Auch ist die Kamera viel zu nah an den Personen, das Filmformat (2:1) ist unpassend, der ganze Film wirkt optisch nicht ganz geglückt. Score ist ok, Spannung gibt es ein wenig und Ballereien gibt es einige und die sind auch gut inszeniert.
Am Ende dann knappe 6 für einen Western, der trotz Staraufgebot oftmals etwas zu unrund wirkt.