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Ein Reporter und das Model Valentina (Susan Scott) experimentieren im Privaten mit einer neuen, halluzinogenen Droge. Dabei beobachtet Valentina einen Mord im Appartement gegenüber. Als sie der Sache nachgeht, stellt sich heraus, dass in besagter Wohnung tatsächlich ein Mord stattgefunden hat, allerdings bereits vor 6 Monaten und das Mordopfer, das Valentina glaubt gesehen zu haben, ist ein ganz anderes. Wen oder was hat Valentina also da erblickt in ihrem Drogenrausch?

DEATH WALKS AT MIDNIGHT ist ein toller Italo-Krimi mit Giallo-Elementen. Schauplatz ist die Modemetropole Mailand. Regisseur Luciano Ercoli war auch für FRAUEN BIS ZUM WAHNSINN GEQUÄLT und DEATH WALKS ON HIGH HEELS verantwortlich.
Den Killer bekommt man von Anbeginn an zu Gesicht. Kein behandschuhtes Lederhändchen, sondern ein zwergenhafter Kerl mit Elvis-Tolle und insektenhafter Sonnenbrille. Das Besondere aber: Er mordet mit einer Art mit Eisenspikes besetztem Ritterhandschuh und prügelt seine weiblichen Opfer blutig zu Tode – ziemlich cool, wah? Hauptdarstellerin ist eine kesse Rothaarige (Susan Scott, bekannt aus NACKT UNTER KANNIBALEN, FARBEN DER NACHT, SCHÖN, NACKT UND LIEBESTOLL). Sie tritt in vielen verschiedenen duften Fummeln und obskuren Frisuren auf. Der Style der Swinging 60’s ist noch sehr präsent.
Die Frage, was das denn alles soll, hält gut bei der Stange. Geht tatsächlich ein Killer um oder hat sich Valentina am Ende doch nur alles eingebildet? Ständig verschwinden Beweise dafür, dass überhaupt ein zweiter Mord stattgefunden hat, sodass Valentina als Gelackmeierte und Bekloppte dasteht. Es wird wild durch die Gegend recherchiert. Die Auflösung ist dann so hanebüchen und konstruiert, dass alles zu spät ist, was dem positiven Gesamteindruck aber keinen Abbruch tut.
DEATH WALKS AT MIDNIGHT bietet konstanten Thrill, daneben diverse Giallo-typische Artefakte wie vom Dach fallende Schaufensterpuppen und Killer, die im letzten Moment beim Ausholen der Stichwaffe von hinten erschossen werden

„Yes, it’s true. It was me!“ (der Killer im Finale)

Fazit:
Überaus sehenswertes Giallo-Schätzchen!

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