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Kampfsportfilme sind nicht gerade das Aushängeschild der Schmiede Asylum und entsprechend verlagert Co-Autor und Regisseur Jose Montesinos den Schwerpunkt eher auf viele Worte denn Taten. Die spürbare Nähe zu Genrebeiträgen der 80er lässt ihn in seiner Schlichtheit immerhin ein wenig sympathisch erscheinen.

Als Kind wurde Diego (Ryan Padilla) Zeuge, wie Ganoven unter dem Kommando von Richtefield (Lorenzo Lamas) seine Eltern ermordeten, während er über Umwege nach China fliehen konnte, wo er bei seinem Ziehvater Kampfkunst erlernte. Jahre später wird Diego immer noch von Rachegelüsten geplagt und kehrt in die Staaten zurück, wo er mithilfe einiger Leidensgenossen Richtefield gegenüber treten will…

Die teils arg konstruierte Geschichte lässt kaum ein Klischee aus, doch die damit verbundene Naivität macht phasenweise durchaus Laune. Die Flucht nach China fällt ebenso hanebüchen aus wie die Umstände, wie Diego binnen kurzer Zeit auf Verbündete stößt. So wird William (Rylan Williams) just von Richtefields Schergen drangsaliert, als Diego zufällig dazu stößt, während beide kurz darauf von Blanca (Paula Rae Taylor) angegriffen werden, welche die Männer für Helfer des Bösewichts hält. Hier ist die Welt klein und klar in Gut und Böse unterteilt.

Nur leider werden Schicksale teils mehrfach vorgetragen, während andere drohen aber keine Taten folgen lassen, was sich speziell anhand der drei Auftritte von Michael Madsen als korrupter Sheriff offenbart. Derweil kommt die Action deutlich zu kurz und erst zum Finale wird endlich mehr Körpereinsatz gezeigt. Damit verbunden gibt es im Verlauf einige Messerstiche, Kopfschüsse und einen Kehlenschnitt, was mehrheitlich handgemacht ist.
Die Choreo geht zwar in Ordnung, doch allzu viel Dynamik oder gar Wumms ist nicht auszumachen.

Originell oder gar überraschend gestaltet sich hier nichts, doch abgesehen von einigen unnötigen Dialogpassagen konzentriert sich der Stoff ohne große Umwege aufs Wesentliche. Sonderlich spannend geht es dabei zwar selten zu und Humor scheint den Machern ebenfalls fremd, allerdings ist das Zusammenspiel der Helden ebenso ein Pluspunkt wie der Score, der partiell typische Westernklänge beinhaltet.
So ergibt sich unterm Strich ein tauglicher Genrebeitrag, der aufgrund seiner ziemlich austauschbaren Art kaum durchschnittlicher hätte ausfallen können.
5 von 10

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