In der Kleinstadt Spencerville geht die Angst um . Scheinbar entführt ein Serienkiller Frauen und Männer , tötet und zerstückelt sie . Tatsächlich handelt es sich dabei um den missgestalteten Bonesaw , dessen Kopf wie ein Totenschädel aussieht , und welcher mit seinem , zur Schlachtbank umgebauten , Van durch die Gegend fährt . Die Striperinnen Nina , Jade und Cody , geraten bald in den Mittelpunkt seines Interesses , doch auch andere Leute müssen noch dran glauben ...
"Butchers" , die Dritte !
Zumindest eine Sache kann man von dieser Horrorfilmreihe nicht behaupten : dass sie keinen Mut hätte sich zu verändern . " Butchers Book Three : Bonesaw " hat nämlich mal wieder nicht viel mit Teil 2 gemeinsam , so wie Teil 2 nicht viel mit Teil 1 zu tun hatte ( bei Interesse : siehe mein Kommentar zu Teil 2 ) . Immerhin hat Langley gewagt , sich dieses mal von seinem scheinbar übergroßen Vorbild " TCM " zu entfernen . Dieses mal gibt es keine vier jungen Leute , die durch eine Autopanne in das Jagdgebiet von Hinterwäldlern kommen . Stattdessen kommt der Killer frei Haus zu ihnen .
Nur zwei Dinge haben alle Butchers Teile gemeinsam : Michael Swatton spielt einen der Killer und einer der Killer ( davon zwei mal Swatton ) sieht aus wie eine übellaunige Version von Sloth aus " Die Goonies " . Ob das nun die selbe Gestalt ist ? Wohl kaum , da sie stets im Detail anders aussieht , andere Namen hat und sich anders verhält - doch nichts genaues weiß man nicht .
Ansonsten finden sich allerdings wieder die üblichen Zutaten der Butchers Reihe : nicht gerade sympathische Figuren und fehlende Spannung . Irgendwie schafft es Langley nämlich einfach nicht aus durchaus brenzligen Situationen und akzeptabler Ausstattung Nervenkitzel zu generieren . Stattdessen hält er sich viel zu lange mit Nebenhandlungen auf , wie einem ekligen Stripclubbesitzer und Drogengeschäften im Club , einem Stalker oder dem Besuch bei einer Wahrsagerin . Zudem erzählt er dieses mal die Geschichten von den drei Frauen , die Bonesaw jagt , hintereinander ( sogar mit Namenseinblendungen , als handele es sich um Kapitel eines Buches ) und macht dabei die selben Fehler drei mal in Folge . Dabei wären die Zutaten durchaus da gewesen , um ein ganz spannendes Süppchen zu kochen . Ein furchterregendes Monster , ein Van des Grauens , leere Straßen , eine verlassene Fabrik , Stripperinnen in Not . Doch statt mal eine Flucht etwas länger auszubauen , einen Kampf eskalieren zu lassen , ist es mit den Taten Bonesaws und der Gegenwehr immer schnell vorbei .
Mit Erklärung scheint sich Langley auch nicht besonders gerne zu beschäftigen , denn wie bei den Killern der ersten beiden Teile , erfährt man über Bonesaw keinerlei Hintergründe . Dabei wäre es durchaus interessant gewesen zu erfahren woher er kommt , wie lange er das macht und warum ihn - bei diesem extrem Äußeren - nie jemand bemerkt hat , obwohl er sogar brav seine Zeche an der Tankstellenkasse zahlt . Immerhin hat Langley sich für dessen Taten das erste mal in der Geschichte der Reihe ein Motiv einfallen lassen . Dieses ist allerdings so lächerlich , dass man sich schon an den Kopf fassen könnte ( ich sage nur : das Kobe Rind lässt grüßen ! ) .
Fazit : Ein interessanter Einstieg und ein passabler Showdown , ein guter Kamerashot ( mit den Liebespaar im Van ) und eine bessere Meta Bemerkung als in den ersten beiden Teilen wird durch eine zu lange Laufzeit und mangelnde Spannung erstickt . Einige durchwachsene schauspielerische Leistungen ( z.B. der weibliche Sheriff ) trüben das Vergnügen zusätzlich . 15 Minuten weniger hätten dem Werk mehr genützt als geschadet . Insgesamt hat er mir zwar besser gefallen als die ersten beiden Teile , doch haben wir auch hier nur Slasher Durchschnitt vor uns und nun ist aber auch mal wieder gut mit den "Butchers" ...