In ihrem neuesten Abenteuer bekommen es Erfinder Wallace und sein Hund Gromit mit einem alten Bekannten zu tun. Der schurkische Pinguin Feathers McGraw sinnt auf Rache und plant den Ausbruch aus seinem Gefängnis, in welches ihn die beiden titelgebenden Figuren durch die Vereitelung seiner Pläne einst brachten.
Wieder hergestellt von Aardman Animations gibt es hier schön altmodische Knetanimationen zu sehen. Das sieht immer noch chic aus und hat seinen Charme, ohne etwas Unterstützung aus dem Computer ist dieses Werk dennoch nicht entstanden. Der Look bleibt aber insgesamt stimmig und haptisch, der Streifen sieht ansprechend aus, Animationen und Hintergründe sind gelungen. Die Geschichte selbst präsentiert sich etwas gestreckt, die Nebehandlung mit den Cops ist beispielsweise verzichtbar. Überhaupt eignet sich Wallace & Gromit besser für die Halbstünder, wobei hier Kommentare zu analog vs. modern nett über den Film verteilt sind. Fortschritt allein ist nicht für alles die Lösung, selbstreferentiell ist das obendrein.
Die Figuren sind wie eh und ja. Wallaces Begriffsstutzigkeit und Naivität sind manchmal etwas anstrengend, letztlich rettet Gromit den Tag. Gelungen ist der schweigsame Pinguin, der mit seinem minimalistischen Ausdruck Eindruck macht. McGraw ist ein unterhaltsamer Schurke, die Armee von Gartenzwergen mitunter gruselig – auf eine harmlose Art. Das trifft auch auf den Humor zu, der eher einfach gehalten ist. Tonal bekommt man bekannte Muster serviert.
„Banana alert!“
Netter Langfilm mit dem Erfinder nebst Hund, der in seiner Länge aber gedehnt wirkt. Im Kurzformat funktionieren die beiden besser, dennoch ist „Vengeance Most Fowl“ solide unterhaltsam, wenn auch etwas redselig und viel Bekanntes abliefernd. Und überraschend käselos.
Dennoch viel Anerkennung für die Handarbeit.