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Ende der 80er- bis Mitte der 90er-Jahre waren die halbstündigen Kurzfilme von Wallace & Gromit der Zenith der Animationsunterhaltung – so etwas wie die ersten Minions-Kurzfilme für die jüngere Generation, mit dem Unterschied, dass das Studio Aardman jedes dieser kleinen Meisterwerke (und es gibt bislang nur vier) in jahrelanger liebevoller Detailarbeit fertigte. 

2005 erschien der erste abendfüllende Wallace & Gromit-Film THE CURSE OF THE WERE-RABBIT und es zeichnete sich bereits ab, dass das kürzere Format für die Figuren das geeignetere ist. 

Ähnlich wie bei den meisten der jüngeren Pixar-Filme kann man den neuen Aardman jedoch nur auf höchstem Niveau kritisieren: Die Gagdichte ist zwar deutlich geringer als bei früheren Werken, einige immer wiederkehrende Motive sind vielleicht inzwischen wirklich aus der Zeit gefallen und die Armee der übereifrigen Zwergroboter erinnert bisweilen fatal an besagte Minions. Aber auch das neueste Abenteuer der urbritischen Ikonen ist gespickt mit wunderbar schrulligen Ideen, haufenweise Anspielungen und Filmzitaten. Und dass ausgerechnet die beiden ausdrucksstärksten Charaktere zwei sprachlose Tiere sind – ein Hund und ein Pinguin, der nur über zwei kleine schwarze Knopfaugen verfügt – zeigt, dass die Animatoren von Aardman noch immer wahre Meister ihres Fachs sind.

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