Probleme beim Einschlafen? Ihr Arzt empfiehlt: Die ersten 75 Minuten des Filmes HOWLING! Regie und Drehbuch begehen den klassischen Fehler beim Drehen eines Horrorfilms: Sie versuchen mysteriöse Spannung aufzubauen, wo es keine geben kann. Die besagten ersten 75 Minuten behandeln die Frage, ob die Bewohner des Dorfes nun Werwölfe sind oder ob die Hauptprotagonistin "nur" übergeschnappt ist. Da aber das Publikum sich dessen bewußt ist, daß es einen Film sieht, der HOWLING 4 heißt und die ersten drei Teile von Werwölfen gehandelt haben und das Plakat bzw. Videocover von einem dieser liebenswerten Artgenossen geschmückt wird, läßt einen die von den Machern des Films aufgestellte Frage nun vollkommen kalt, da man von Anfang an weiß, auf was die Sache hinausläuft.
Zum Schluß jedoch hat man schließlich Mitleid mit dem horrorgierigen Publikum, denn nur ein solches wird sich in so einen Film verirren, der obengenannte Merkmale trägt, und überläßt das Feld reumütig dem Special-Effects-Team. Und das leistet wirklich ganze Arbeit. Es läßt die Katze aus dem Sack (Ja, es sind wirklich Werwölfe!) und kippt dem Zuschauer zum Aufwachen eine gehörige Ladung Latex und Filmblut auf den Schoß. Die Effekte sind besser als man es vermuten möchte. Besonders der Tod von Ehemann Richard hat es in sich; Hut ab, gut hingekriegt. Doch ehe man sich's versieht, hat der ganze Spuk ein Ende und man fragt sich enttäuscht: warum denn nicht gleich so?