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Der amerikanische Universitäts-Professor Beckmeyer geht im Auftrag des US-Präsidenten einer abgefangenen Nachricht des KGB nach, nach der es in einem sibirischen Dorf zu Werwolf-Sichtungen gekommen ist. Auch in Australien gibt es ein Werwolf-Rudel, das vom Beutelwolf abstammt. Die junge Lycanthropin Jerboa flieht nach Sydney und wird in einem Park von dem Regie-Assi Donny aufgegabelt, der ihr eine Rolle in dem Horrorfilm verschafft, welcher gerade vor Ort gedreht wird. Donny und Jerboa verknallen sich spontan ineinander und bald schon steht Nachwuchs ins Haus. Drei Werwölfe in Nonnen-Tracht sind derweil hinter dem jungen Mädchen her, um es zu seinem Stamm zurückzubringen. Nachdem die übergelaufene, russische Ballerina Olga sich im Opernhaus von Sydney auf offener Bühne verwandelt, kommt Beckmeyer der australischen Werwolf-Population auf die Schliche und versucht zu verhindern, dass diese von den Behörden gnadenlos ausgelöscht wird... Hat Philippe Mora irgendeinen Beef mit Joe Dante, dass er ihm wiederholt so ans Bein pissen muss...? Bereits sein "Das Tier II" war schlimm parodistisch und mehr unfreiwillig komischer Trash und auch der hierzulande als "Wolfmen" verramschte dritte Teil ist kaum dazu in der Lage, das Original irgendwie adäquat zu ergänzen oder auch nur dessen Geschichte einigermaßen sinnvoll fortzuführen. Die Handlung weist dann auch keinerlei Verbindugen mehr zu einem der beiden Vorgänger auf und macht ihr völlig eigenes Ding... nicht nur innerhalb der "Howling"-Franchise, sondern sogar im gesamten Werwolf-Subgenre! Mit einem richtigen Horrorfilm hat man es hier zudem keinesfalls mehr zu tun, vielmehr handelt es sich hierbei um eine frotzelige Komödie, die sich in einigen Schlüssel-Szenen mehr oder minder subtil über Streifen derartiger Couleur lustig macht: In der Film-im-Film-Sequenz im Kino mokiert sich Mora mittels billigen Bladder-Effekte über die Transformationen aus dem Dante-Original und auch seinem eigenen "Das Engelsgesicht - Drei Nächte des Grauens" (von dem an anderer Stelle auch ein Poster über einem Bett hängt) und die Werwölfe haben nun ganz Känguru-mäßig einen Bauchbeutel, in den ihre Jungen direkt nach der Geburt krabbeln... süß! Nun ja, australische Genrefilme waren ja schon immer ein bisschen schräg, nicht wahr? Unterm Strich ist das alles dann zum einen ziemlich harmlos und zum anderen auch kaum mehr ernst zu nehmen, was sich auch in der aktuellen Altersfreigabe niederschlägt, denn während die FSK "Wolfman" zu VHS-Zeiten offensichtlich noch in den falschen Hals gekriegt und ab 18 Jahren freigegeben hatte, ist der aktuelle DVD-Rerelease (verdientermaßen) schon frei ab 12. Einen gewissen Unterhaltungswert hat das Ganze - trotz der sprunghaften Erzählweise - zwar durchaus, aber wer hier einen "richtigen" Horrorfilm erwartet, ist mal echt schief gewickelt, ey...!

5/10

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