Review

Last Year In Werewolfbad

Als ob die ersten beiden Teile des konfusen "Howling"-Franchises nicht schon tonal und inhaltlich weit genug auseinderliegen, eigentlich nahezu nichts miteinander am Hut haben, kommt "The Howling III" nochmal verwirrter und kryptischer, zum Teil cleverer, zum Teil aber auch lächerlicher, definitiv australischer daher... Über eine Spezies von Wolfsmenschen, die plötzlich Sydney und Umgebung unsicher macht und die Menschheit (samt uns Zuschauern!) absolut verwirrt... Was geht hier ab?! Alles Down Under?! 

Tasmanische Werteufel

"The Howling III" ist einer der wirreren und kryptischeren Genrefilme, die ich je gesehen habe. Dagegen kann manch ein Arthouseschwergewicht einpacken. Voller Metaebenen und Stilbrüche, voller Konfusion und Scheißegaleinstellung. Mutig ist das. Aber leider für meinen Geschmack auch nie wirklich gut und rund. Klar, das war der zweite Part vom gleichen Regisseur auch schon nicht. Aber hier übertreibt er es mit den Brechungen und dem unberechenbaren Genre-Hüpfspiel etwas zu arg. Werwolfbabies in Fleischbeuteln und augenzwinkernde Filmdrehs, australischer Dauerschweiß und dröhnende Didgeridoos, haarige Ballerinas und kaum echte Hauptfigur, Wissenschaftshumbug und Werwolfparodie, postapokalyptische Stämme und Found Footage-Freaks... "The Howling III" ist Brei. Ein Enigma in einem Mysterium in einer Bauchtasche aus Fleisch und Fell. Mit Sonnenstich.

The Time I Fell In Love with a Russian Werewolf...

Fazit: eine der wilderen, wässrigeren und weirderen dritten Teile der Genregeschichte... Interessant und indisponiert. 

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