Kotige Killerkürbiskrawalle
Dieser Kürbis hüllt dich aus, nicht du ihn! Das halbgarer Hulu-Projekt „Carved“ (hierzulande direkt auf Disney+) lässt pünktlich und perfekt passend zu Halloween einen Monsterkürbis auf eine historische Kleinstadt und ahnungslose Theatergruppe los. Blutig, vitaminreich, dumm und trashig, wie man es sich schon vorher ausmalt… nur leider dadurch nicht sofort gut. Ganz im Gegenteil. Selbst mit niedrigeren Creature Feature-Ansprüchen und mit vielen Halloween-Goodwill…
Gelbes Gemüse ist (nicht) gut für dich
Es gibt schlechtere Monstermovies als „Carved“. Sowohl aus den glorreichen Videothekenzeiten als auch heutzutage. Gerade jetzt zu Halloween muss man „Carved“ nicht gleich den Kindern des Zorns zum Fraß vorwerfen. Und dennoch ist er natürlich jederzeit weit von gut oder besonders spaßig entfernt. Genauso oft wie Splatter und Gemüse (oder wie hier klargestellt wird: Früchte!) handgemacht sind, kriecht auch miese CGI ins Beet. Dass es hier kein cool kid gibt sondern nur Freaks, Nerds und Außenseiter als Opfer und Überlebenskämpfer, finde ich cool. Und natürlich gibt’s Gedanken an Klassiker von „Night of the Living Dead“, „Halloween III“ oder „Der Blob“. Vielleicht funktioniert das bekifft (was viele der Figuren sind) auch besser. Ganz sicher sogar. Aber im Grunde ist „Carved“ kaum der Rede wert. Und ihm fehlt vor allem überlebenswichtiger Charme.
Fazit: ziemlich hässlich, zu oft CGI-vollgekleistert, unlustig und selten die gute, ehrliche Art von Splattertrash… „Carved“ ist hohl, leer, nicht nahrhaft. Obwohl die Grundidee natürlich gerade jetzt Ende Oktober ganz automatisch mit Bonus, Vorsprung, Sympathien startet… aber es reicht nicht. Schimmelt vielleicht noch nicht, steht aber kurz davor.