Review

Suck.Stream.Repeat!

Ich hatte zwar im Hinterkopf, dass Charles Band und seine Full Moon-Schmiede auch heutzutage noch Filme auf die unvorbereitete Welt loslassen (z.B. mit bizarren Crossovern zwischen Evil Bongs und dem Gingerdead Men), doch „Death Streamer“ ist mein erster echter Berührungspunkt zu solchen aktuellen Schandtaten der legendären Produktionsfirma. Die Dinger von denen aus den 90ern schaue ich immer noch gerne, obwohl auch davon die meisten eher selten als gute Filme durchgingen. Doch sie waren fast immer cheesy, ehrlich und kurzweilig. Produkte ihrer Zeit und Branche und Preisklasse. Aber wenn „Death Streamer“ auch nur ansatzweise als Anhaltspunkt für deren heutige Standards herhalten kann, dann hätten der legendäre Mann und sein Team damals kurz vor dem neuen Jahrtausend besser mit dem Scheiss aufgehört… „Death Streamer“ erzählt von einem Vampir, der durch eine moderne Streamerbrille seine Saugaktionen live ins Internet überträgt und damit virtuell eine weltweite Anhängerschaft um sich schart…

Jeder braucht ein Hobby!

Ein paar hübsche Mädels, die auch öfters zeigefreudig zu Nackedeis mutieren und ihre ansehnlichen Brüste in die Kamera halten. Die ein oder andere Blutfontäne. Etwas unfreiwillige Komik. Aber im Grunde ist „Death Streamer“ so mit das Schlechteste, was ich im „Horrorbereich“ in den letzten Jahren gesehen habe. Egal ob man das ernst nimmt oder nicht. Das Setting ist die ganze Zeit Charles Bands eigene Kirche. Und zwar wirklich ausschließlich. Die influencer'esken Internetskits zwischendurch wiederholen sich, wirken komplett bescheuert und fake. Der Look ist hässlicher als von den meisten Pornos. Die Darsteller können nie und nimmer professionelle Schauspielkarrieren anstreben. Der Vampir ähnelt eher einem Gamingnerd statt Dracula (was man fast noch als eine der cooleren Ideen hier abheften kann). Fast jede Selbstironie und jedes Augenzwinkern geht den Bach hinunter. Die CGI-Effekte wirken wie mit Paint und Windows 98 gestaltet. Und selbst ein „Krieg der Welten“ (2025) machte noch mehr Sinn, Spaß und richtig vor kurzem. Und das war echt etwas, von dem ich es nicht mehr gedacht hätte es dieses Jahr noch zu schreiben. Aber „Death Streamer“ schlägt dem Fass echt den Blutsaugerboden aus. Charles Band… Was ist das, was ist passiert, warum tust du sowas?! „Death Streamer“ schrammt nur haarscharf an der Minimalwertung vorbei. Er st eine Frechheit. Und auch nur zu selten die lustige Art von schlecht… Jedes Halloweenspecial der Sexy Sportclips von DSF war da origineller und sehenswerter. Echt jetzt, das ist kein Witz. Die 3,0 auf Imdb momentan ist noch massiv generös. „Death Streamer“ kann rein gar nichts. 

Eine Kirche. Viele Brüste. Ja das ist eine… Och nee!

Fazit: dagegen sehen die Full Moon-Sachen von damals ehrlich gesagt wie Stanley Kubrick aus… „Death Streamer“ ist wirklich, wirklich schlecht. Dilettantisch. Übel. Faul. Und das von einem Mann, einer Legende, die fast ein halbes Jahrhundert in diesem Business ihre blutigen Runden dreht… Ganz, ganz mieses Ding von allen Beteiligten. Beschämend für Full Moon. Bodenlose Grütze. 

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