Review

Hungry In Hungary

Im fünften Teil der ungeniert zusammenhanglosen, wirren und (abgesehen vom Original) glasklar schwachen „Howling“-Reihe diniert und übernachtet ein Bus voller Touris in einer verschneiten Burg im Hinterland von Budapest - und schnell scheint ein Werwolf unter der Gemeinschaft zu sein und diese zu dezimieren… 

Murder Dinner mit Haaren auf den Zähnen

„Howling V“ ist ein deutlicher Schritt nach vorne nach dem umnachteten und schnarchigen vierten Teil - ohne jetzt wirklich in empfehlenswerte Gefilde vorzustoßen. Als Werwolffilm sicher eine Enttäuschung. Trotzdem wesentlich klarer, kompakter und untrashiger als z.B. die beiden australischen Ableger (2+3), wenn auch nie nur ansatzweise auf dem Niveau des Joe Dante-Originals. Aber im Grunde mag ich „Howling V“. Einigermaßen. Vielleicht liegt’s etwas am unterirdischen Niveau der direkten Vorgänger, vielleicht mag ich das Whodunit-Setting oder die verschneite, winterliche Burg. Allgemein den Vibe, den auch Full Moon Pictures zu der Zeit ganz gut auf die Beine hätte stellen können. Wer weiß. Jedenfalls hat mir „Howling V“ nicht wehgetan und bei niedrigen Erwartungen läuft der gut durch. Ein Faible für Murder Mysteries und/oder Karpatenhunde sollte man aber schon mitbringen. Aber wer sich in der anstrengenden „Howling“-Dynastie bis hierhin durchgeboxt hat, dem muss ich das glaube ich aber kaum ans Ohr kauen…

„Clue“less „Howling“

Fazit: Punkte für das Setting, die Idee, Ungarn, die bunte Reisegesellschaft, die fröstelnd-warme Atmo und das schlockige Schloss. Kein "The Beast Must Die", kein Sternemenü - aber besser als die letzten „Heuler“ davor… Nur etwas light in Sachen Werwolfaction, um es noch freundlich auszudrücken. Trotzdem irgendwie cozy Vibes. 

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