Review

Ian Richard findet in einem kleinen Dorf bei einem Prediger und dessen Tochter Unterschlupf. Ein Zirkusdirektor ist auf der Suche nach ihm und will ihn für seine Show haben, denn er weiß, daß Ian ein werwolf ist. Er schafft es tatsächlich, ihn zu fangen, und vor Publikum seine Verwandlung in ein Monstrum zu inszenieren. Da es in der jüngeren Vergangenheit einige ungeklärte Morde gab, fällt der Verdacht nun schnell auf ihn, aber war er es tatsächlich?
Die Qualität der Howling Sequels geht spätestens nach den ersten beiden Teilen solide in Richtung Erdmittelpunkt. Mit dem Erstling von Joe Dante haben die Folgefilme thematisch auch nichts mehr gemein, außer der Tatsache das eben Werwölfe mitspielen. Teil sechs reiht sich denn auch mühelos in die Reihe der enttäuschenden Fortsetzungen ein. Die von mir gesichtete FSK 16 Version wurde netterweise mal wieder um sämtliche blutigen Effekte erleichtert, die Bildqualität ist gewohnt unterirdisch und der Ton ist mit dumpf ausreichend beschrieben. Solche DVD Veröffentlichungen sind hochgradig überflüssig, unabhängig vom gezeigten Film.
Lt. Cover sehen wir "Ein hochgeschätzter Horrorfilm mit erstaunlichen Spezialeffekten, der ein Angstschaudern hervorruft". Lieber Covertexter, wechsel doch mal deinen Dealer, mit dem Produkt hat diese vollmündige Ankündigung mal wieder so richtig gar nichts gemeinsam. Die FX sind zum heulen, die Verwandlungssequenzen werden nur kurz angedeutet und der fertige Werwolf sieht im Endeffekt auch nicht anders aus als ein durchschnittlicher Gitarrist einer Death Metal Band, also nach Wolf sieht diese Makerade definitiv nicht aus. Von Spannung kann ebenfalls keine Rede sein, bis der erste Lykanthrop sich blicken läßt gibts erstmal 40 Minuten Leerlauf und auch danach zündet kein Turbo bis zum zumindest einigermaßen interessanten Werwolf gegen Vampir Finale. Das Storytelling ist dröge bis uninteressant und selbst die Freakshow ist maximal so unheimlich wie eine grüne Sommerwiese. Garniert wird das ganze mit pseudophilosophischen Geschwätz über die Menschlichkeit von Monstern. Die Darsteller taugen ebenfalls nicht viel, Bruce Payne mal ausgenommen, der zwar auch nicht gerade glänzt, aber wenigstens allein durch seine diabolische Präsenz überzeugen kann.
Es gibt mittlerweile genügend andere Werke zum Werwolfthema, als das man dieses Produkt unbedingt sehen müßte. Bestenfalls für Komplettisten geeignet, die jedes Geheul das je auf Film gebannt wurde hören müssen.
2,5/10

Details
Ähnliche Filme