Werwolf-Wanderzirkus-Wildling
Während der fünfte Teil der maximal losen "Howling"-Reihe mit ungarischen Schloss-und-Murder Mystery-Vibes punkten konnte, kommt in "Howling VI" das Kontrastprogramm - eine amerikanische Freakshow zwischen Werwolfzwitterwesen, Drifterfantasie, Moonshinemondgeheul und Countryschnarchstube...
Lila Vampire & Käfigscharniere
Fehlende Abwechslung kann man dem "Howling"-Franchise nicht absprechen - fehlende Qualität schon eher... Von reinstem Trash über australische Gesellschaftskritik und echte Schnarcher bis zum besagten Krimidinner im ungarischen Schloss mit Haaren auf den Zähnen - da ist einiges drin, einiges dran, wenig wirklich gut. Abgesehen vom Original, das kilometerweit über seinen leicht missgeburtigen Nachfahren steht. Und nun paart man den Lykanerkosmos eben mit einem Wanderzirkus im mittleren Westen - was durchaus respektabel Charme versprüht... und trotzdem nie ganz aus der Videothekenpötte kommt. Teils Geisterbahn, teils Freakshow, wenig Werwolfspektakel. Immer noch klar und deutlich und durchgehend auf Videothekenniveau. Das hat seine Momente, das bleibt eher im Gedächtnis als manch anderes Sequel, das mag für einen sechsten Teil einigermaßen kreativ sein. Aber da die "Howling"-Filme eh unter eigenständigen Titeln vollkommen unabhängig voneinander hätten vermarktet werden können, ist das jetzt auch kein allzu großes Wunder oder Qualitätskriterium. Trotzdem für mich einer der "besseren" Ableger dieses konfusen Stammbaums. Was nicht viel heißt.
Fazit: lynchesker Lykanerlongdrink... Frankierte, fatale und fellige Freakshow. Kein wirklicher "Howling" mehr, aber was heißt das bei dieser unfassbaren Kraut-und-Rüben-Reihe schon?!