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Ist zwar politisch nicht korrekt, aber an dieser Stelle nehme ich mir einfach mal die Freiheit, diesen türkischen Output gründlich zu verreißen: "Der Verbrecher mit dem Engelsgesicht" ist nämlich ein stinkfader Krimi, der in seiner seichten Machart fast schon an eine mexikanische Telenovela erinnert. Unterbrochen wird die ereignislose wie uninspirierte Story von den Aufnahmen aus einer Travestieshow, die in keinerlei Verbindung mit der Handlung steht und wohl nur als reines Füllmaterial dient. Ach ja, verboten ist dieses Filmchen hierzulande auch noch - dabei gibt es außer einpaar unspektakulären Messermorden überhaupt gar nichts zu sehen. Wer mal wieder 90 Minuten Lebenszeit zu verschenken hat - bitte sehr..! Allerdings ist "Der Verbrecher..." selbst als cineatische Kuriosität keiner Erwähnung wert..!
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Bei anderen türkischen Filmen war ich nachsichtig, doch dieser grauenhafte Mix aus William Lustigs MANIAC und einer Folge von MIAMI VICE ist wirklich kaum auszuhalten. In dem ohnehin schon vollkommen ideen- und lustlosen Thriller über einen Serienmörder, der wegen seiner Schlampe von Mutter einen Hass auf Frauen entwickelt hat, kommen nämlich zahlreiche Bühnenauftritte eines unansehnlichen Transvestiten in einem Nachtclub vor, die jeweils mehrere Minuten lang dauern und jegliches Tempo aus der Geschichte rausnehmen. Nicht einmal eine Bauchtanzeinlage von einer echten Frau hilft da als Trostpflaster. In den wenigen Augenblicken, in denen der Killer zuschlägt, werden einige der harmlosen Sex- und Gewaltspitzen mit grellen Regenbogenfarben (sic!) verfremdet - ein entsetzliches Stilmittel! Auch Actionstar Cüneyt Arkin bekommt bis auf den absurden Stunt mit dem Kranhaken fast nichts zu tun.