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"Mister Mummy": Bauchschmerzen garantiert – aber nicht vor Lachen

Es gibt Filme, die versuchen, mit absurden Prämissen zu überraschen – Mister Mummy tut genau das, scheitert dabei aber auf ganzer Linie. Was als schrille Komödie mit gesellschaftskritischem Augenzwinkern gedacht sein könnte, entpuppt sich als mühsames, peinlich berührendes Sammelsurium aus Fremdscham, klischeehaften Dialogen und platten Gags, die selbst in den 90ern altmodisch gewirkt hätten.

Riteish Deshmukh, normalerweise ein zuverlässiger Entertainer, wirkt hier deplatziert und überfordert, während Genelia D'Souza tapfer versucht, durch ihr charmantes Spiel den Film zu retten – leider vergeblich. Die Prämisse, einen Mann schwanger werden zu lassen, hätte Potenzial für eine bissige Satire gehabt. Doch Regisseur Shaad Ali entscheidet sich stattdessen für eine Aneinanderreihung von Witzen unter der Gürtellinie, die weder originell noch wirklich lustig sind.

Selbst erfahrene Schauspieler wie Mahesh Manjrekar in einer Doppelrolle können dem Ganzen keine Tiefe oder Würde verleihen. Stattdessen wird das ohnehin schon dünne Skript durch unnötige Slapstick-Einlagen und nervtötende Nebencharaktere wie Burnol (Guddi Maruti) oder Toni (Rakesh Bedi) weiter ins Absurde gezogen. Der Humor ist plump, vorhersehbar und lässt den Zuschauer oft ungläubig den Kopf schütteln.

Visuell wirkt der Film billig, die Musik fügt sich nahtlos in das generische Gesamtbild ein, und die Dialoge sind streckenweise so unfreiwillig komisch, dass man sich fragt, wie ein solches Drehbuch jemals grünes Licht bekommen konnte. Mister Mummy ist ein Paradebeispiel dafür, wie eine an sich kreative Grundidee durch schlechtes Timing, uninspiriertes Writing und übertriebenes Overacting völlig gegen die Wand gefahren wird.

Wer wirklich lachen möchte, sollte einen weiten Bogen um diesen filmischen Fehltritt machen. Am Ende bleibt ein Film, der unfreiwillig zeigt, dass schlechte Komödien schlimmer weh tun können als jede Tragödie.

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