Review

Cronenbergs weitreichender Einfluss mit Beiträgen wie „The Fly“ ist nicht zu unterschätzen, obgleich dies auch „nur“ das Remake eines 50er Vehikels darstellt. Zumindest gibt es deutliche Parallelen zu jenem Werk von Autor und Regisseur Calvin Lee Reeder, dessen „A Frame“ als Kurzfilm womöglich besser funktioniert hätte.

Die junge Pianistin Donna erhält die schockierende Diagnose von Knochenkrebs, - ausgerechnet ihre Hand soll in Kürze amputiert werden. Da meldet sich Wissenschaftler Sam bei ihr, der eher zufällig eine neue Methode zur Krebsbekämpfung gefunden hat, obgleich er eigentlich Quantenphysiker ist. Donna willigt ein, der Eingriff glückt, doch schon bald sollen weitere, größere Experimente folgen…

Dass Krebspatienten oft zwischen Angst, Hoffnung und Kapitulation schwanken, kristallisiert der Stoff anfänglich recht gut heraus. Donna wendet sich alternativen Heilmethoden zu, klammert sich verständlicherweise an jeden Strohhalm und schließt sich einem Gesprächskreis an. Während Einzelgänger Sam aufgrund dubioser Vorgehensweisen schon früh Zweifel an der Aufrichtigkeit seiner Experimente offenbart, erklärt er die titelgebende Apparatur recht simpel: Eine interdimensionale Reise ermöglicht es, Krebszellen komplett abzuschütteln, - kranker Mensch rein, gesunder Mensch raus.

Der weitere Verlauf ist erahnbar, Zweifel werden von den Protagonisten nur selten gesät und selbst ein ermittelnder Polizist hat sich augenscheinlich nie mit der Materie seines Zeugen auseinandergesetzt. Dazwischen zieht sich der weitgehend langsam erzählte Stoff mit redundanten, teils völlig unerheblichen Momenten wie das mehrfache Musizieren im Trio oder einer flache Stand-up Comedy. Auch die minimalistische Inszenierung reißt nicht vom Hocker, da das Labor zwar blinkt und flackert, doch aufwendige Effekte sind nicht zu bestaunen.

Mal abgesehen von zwei kurzen Szenen altmodischen Körperhorrors, welche überdeutlich an den oben erwähnten Altmeister angelehnt sind. Horrorfans werden folgerichtig ebenso dürftig abgespeist wie reine Sci-Fi-Freunde, denn in die Tiefe geht der Stoff zu keiner Zeit, er gestaltet sich gegen Finale in einigen Belangen eher hanebüchen.
Dazu performen die wenigen Mimen allenfalls zweckdienlich, Spannung kommt bei alledem kaum auf und zudem wirkt die taugliche Grundidee trotz der kurzen Laufzeit einerseits gestreckt und andererseits unterentwickelt.
3,5 von 10

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