Émilie ist gerade für ihr Studium nach Paris gezogen und jobbt nebenbei als Camgirl, was ihr Geheimnis ist. Als eines Abends eine Drohne vor ihrem Fenster auftaucht, ändert sich ihr Leben schlagartig. Fortan verfolgt die Drohne Émilie überall hin – und drängt in ihr Privatleben ein. Doch von wem wird diese Drohne gesteuert und warum sucht sie sich ausgerechnet Émilie aus? Als sie sich auf die Suche nach Antworten macht, gerät nicht nur ihr Leben in Gefahr!
Nachdem die regelmäßigen Seher von Neuerscheinungen nun wissen, wie gefährlich denn KI ist, denn gefühlt 20 Filme über dieses Thema kamen in den letzten Monaten auf den Markt - geht es hier nun um eine andere vermeintliche Bedrohung der Neuzeit, nämlich die Beobachtung durch Drohnen und dem kompletten Entzug der Privatsphäre.
Der Film ist insgesamt sehr stimmig. Die Geschichte mit der Architekturschule, das Verhältnis der beiden Protagonistinnen, die Kameraführung (manche Aufnahmen sind wirklich genial) - alles perfekt so dass sich ein rundes Gesamtbild ergibt.
Allerdings gerät DRONE einen Tick zu lang und 20 Minuten kürzer hätten wohl auch gereicht, denn bis mal wirklich was passiert, was das Thema Drohne angeht, dauert es eben schon ne Weile.
Trotzdem hat man, wie bereits erwähnt, die Zeit bis dahin gut ausgefüllt, weil man sich auf den Werdegang von Emilie konzentriert und eine erstaunlich intensive Charakterzeichnung einbringt.
Die mir völlig unbekannte Darstellerin der Emelie mit Namen Marion Barbeau schrammt allerdings mehrfach haarscharf am Overacting vorbei. Insbesondere die Liebesszenen sind schon etwas dick aufgetragen.
Dafür gibt ein Wiedersehen mit der bezaubernden Eugénie Derouand die wir aus dem sensationellen, auch von SPLENDID stammenden „ADVENT CALENDAR“ kennen, wo sie sogar die Hauptrolle spielte und der einer meiner Lieblingsfilme der letzten Jahre ist.
Für Menschen die kein Problem damit haben, dass der Film recht langsam beginnt und das Umfeld der Hauptdarstellerin beleuchtet, dürfte DRONE durchaus geeignet sein, zumal die Spannungsschraube gegen Ende dann auch enorm ansteigt.
Jedenfalls wird hier eindrucksvoll gezeigt, wie dieses Ding einem das Leben ganz schön zur Hölle machen kann. Glücklicherweise verzichtet man aber auf so einen Quark wie Waffen an der Drohne oder sonstiges - es reicht schon die Beobachtung, um ein Gefühl des Unangenehmen zu erzeugen.
6,3