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Es gibt sogenannte Anti-Kriegsfilme wie Apokalypse Now, die wohl eher was mit einem Drogentrip zu tun haben als das Grauen des Kriegs zu vermitteln oder Filme wie Wir waren Helden und Der Soldat James Ryan, die sich Patriotismus und Hollywood-Gefühlskino auf die Fahne geschrieben haben. Und dann gibt es noch Streifen wie Full Metal Jacket, Die Boys in Kompanie C oder eben Hamburger Hill, die es wirklich schaffen den Betrachter ein beklemmendes Gefühl zu vermittel, in so einer Situation niemals dabei sein zu wollen.
Denn John Irvines Werk haucht seinen Charakteren Leben ein, wenn sie zwischen den Kämpfen Teile ihrer Persönlichkeiten preis geben, um sie dann, bei der sinnlosen Stürmung eines, strategisch unwichtigen, Hügels auf unerbittliche Art fallen zu lassen. Und schafft es außerdem durch seine Arbeit als Regisseur die Kampfhandlungen so perfekt in Szene zu setzen, das diese authentischer nicht hätten sein können.
Ein Meisterwerk über das Sterben an vorderster Front, welches dem Zuschauer die grausame Sinnlosigkeit des Krieges in seiner nüchternsten Form präsentiert und in der es keine Helden gibt.

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