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Sperrfeuer, Geschrei, codierte Funksprüche, Verwundete werden weggeschleppt, zeitgenössische Songs werden gespielt und Briefe aus der Heimat vorgelesen - HAMBURGER HILL ist einwandfrei inszeniert, kann dem Vietnamkrieg aber keine neuen Aspekte abgewinnen. Er hinterlässt vor allem kein so lang anhaltendes Gefühl der Betroffenheit wie etwa ein FULL METAl JACKET. Zu den uniformierten Schreihälsen hat man nur wenig Zugang, höchstens zum desillusionierten Doc. Der Feind wird kaum gezeigt, ist einfach nur irgendwo da draußen, die Truppe hat schon unter sich genug Probleme. Eigentlich wird abwechselnd nur geballert, gejammert, geballert, gejammert. Die Gefechte sind aber immer sehr kurz, überhaupt wirkt der ganze Film wie eine Reihe von stückhaften Momentaufnahmen. Mich hat diesmal die arg sexualisierte Sprache der Soldatenbengel mit all ihren rassistischen Ausdrücken schwer genervt.
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Einer der langweiligsten Kriegsfilme, die ich je gesehen habe. Gut die Thematik und die Story mag OK sein, aber die Umsetzung? In den ersten 30 Minuten passiert erst mal gar nix, langweilig. Plötzlich versuchen alle auf irgend nen Hügel raufzuzkommen, das zieht sich dann bis zum Schluss hin durch. Es kommen fast immer die gleichen Kameraeinstellungen vor, die Sound / Musikeffekte sind sehr bescheiden und teilweise so künstlich, das ich lachen muss. Auch finde ich die Schnitte des Film sehr komisch, mitten in der Action wird auf einmal umgeschnitten, ein neuer Tag ist angebrochen, wie ist es denn jetzt ausgegangen, fragt man sich. Das ganze dann ungefähr 5-6 Mal und plötzlich sind sie auf der Spitze des Hügels, wie, versteht man leider nicht. Auch die Schauspieler bringen leider kein richtiges, spannendes Feeling rüber. Für Liebhaber von Kriegsfilmen, vielleicht Interessant, für alle anderen, lieber Full Metal Jacket oder Tigerland anschauen ;)