Review

Allein der Titel dieses Streifens hat mich dazu bewegt, mir die DVD zu kaufen, und ich muss sagen, es war ganz und gar kein Fehlgriff.

Kurz zum Inhalt: Ein Blitz zerstört das Fischerboot von Steve Myers. Doch die Versicherung des Ex-Anwalts weigert sich, den Schaden zu zahlen und verweist auf höhere Gewalt. Im Kleingedruckten wird der Versicherungsschutz beim so genannten "Akt Gottes" nämlich aufgehoben. Kurzerhand entschießt Steve sich, die Kirche und alle Weltreligionen zu verklagen. Das bringt die Geistlichen in arge Bedrängnis. Ihre einzige Möglichkeit diesen Fall zu gewinnen: Sie müssen beweisen, dass Gott nicht existiert.

In dieser seichten David-gegen-Goliath-Komödie vom fünften Kontinent spielen also neben den hervorragenden Billy Connolly und Judy Davis die beiden wohl umstrittendsten Institutionen der Welt die Hauptrolle: die Kirche und die Versicherungen.

Betrachtet man nur einmal die Idee, die hinter diesem Film steckt, muss man sich doch fragen: "Wieso ist da vorher noch niemand drauf gekommen?" Allein für das Skript hätte dieser Film eigentlich die Bewertung 10/10 verdient, aber es geht nun mal nicht nur nach dem Skript...

Nachdem der Film in den ersten 15 - 20 Minuten nur schwerfällig ins Rollen kommt, gewinnt er ab dem Moment, in dem Protagonist Steve Myers auf die Idee kommt, Gott zu verklagen, zunehmend an Fahrt und weiss durch etliche sehr gelungene Szenen zu gefallen. Das Gerichtsverfahren sowie der damit einhergehende Medien-Rummel sind klasse inszeniert, einzig das Ende des Films kommt meines Erachtens etwas zu rührselig rüber (einzige grobe Schwachstelle des Drehbuchs), aber wem's gefällt... Für die Umsetzung der Story gibts 7/10. Mark Joffe mag kein schlechter Regisseur sein, aber er hat aus dieser klasse Vorlage nicht alles rausgekitzelt.

Die schauspielerische Leistung ist durch die Bank hindurch als "göttlich" zu bezeichnen. Billy Connolly beweist großes schauspielerisches Talent, indem er nicht nur seine komische Seite, sondern auch sein Geschick, sowohl tragische als auch romantische Szenen gekonnt umzusetzen, zeigt. Judy Davis, die - für mich überraschenderweise - in einigen Szenen komödiantisches Talent an den Tag legt, spielt eine bezaubernde Anna, in deren Lächeln sich jeder Zuschauer einfach verlieben muss. Und auch Billie Brown als schleimiger, arroganter Schurkenanwalt der Weltreligionen passt sehr gut in das gesamte Ensemble. Man kann also sagen, dass beim Casting für diesen Film rein gar nichts schief gelaufen ist. Für Haupt- und Nebendarsteller vergebe ich somit 9/10 Punkte.

Fazit: gelungene Komödie, die wieder einmal beweist, dass nicht immer nur Hollywood für gute Unterhaltung sorgen muss; gute Familienunterhaltung, gibt von mir für das Gesamtwerk glatte 8/10.

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