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Ein wenig Trash brachten die Titelgebenden seit jeher mit, doch nach den beiden ersten halbwegs ernst gemeinten Teilen driftet die dritte Ausgabe vollends in den komödiantischen Bereich ab, in dem die Ghoulies sogar sprechen können, - und zwar mehr, als dem geduldigen Zuschauer recht sein mag.

Am Glazier Collage ist die Blödelwoche angebrochen, in der sich die verfeindeten Bruderschaften Gammas und Betas in Sachen Streiche und Gags zu überbieten versuchen.
Während des Unterrichts kassiert Professor Regner (Kevin McCarthy) ein Comicheft ein und wird dadurch zum Herrscher der Ghoulies, welche er fortan gegen die Bruderschaften instrumentalisiert...

Der Einstieg offenbart sogleich die Marschroute, denn nach einer überaus gelungenen Kamerafahrt sitzt der erste Gag infolge einer Kettenreaktion, was jedoch eher eine Ausnahme darstellt. Denn die Masse der Kalauer besteht eher aus albernen Zoten und pubertärem Gequatsche, was die Schüler nicht unbedingt sympathisch erscheinen lässt.
Das Böse in Gestalt des Professors ist recht überzogen dargestellt und auch das Gesabbel der Monster mit einigen Fistelstimmchen nervt nach geraumer Zeit. Immerhin sind einige ihrer brachialen Aktionen recht amüsant, denn da kann eine menschliche Zunge auch schon mal zwei Meter aus dem Hals gezogen werden und eine Saugglocke ein Gesicht völlig deformieren.

Das konstant hohe Tempo sorgt zumindest für einen Durchlauf ohne Atempause, obgleich etwaige Horrorparts wesentlich zu kurz kommen und atmosphärische Momente fast gar nicht auszumachen sind. Die rar gesäten Morde fallen zwar einigermaßen skurril, jedoch komplett unblutig aus, was im Kontext einer harmlosen Campus-Komödie allerdings nicht negativ hervorsticht. Die Tricktechnik geht indes in Ordnung und bei der finalen Mutation wird man in einigen Belangen an Peter Jackson erinnert, während Filmzitate in Richtung "Psycho", "2001 : Odyssee im Weltraum" oder "Das Ding aus dem Sumpf" stets willkommen sind.

Als Partyfilm für Nostalgiker eignet sich der Streifen folgerichtig ganz gut, nur Schrecken verbreiten die garstigen Kreaturen aus den Klobecken nicht, zumal die Grundstimmung bereits eine andere Sprache spricht und jeder Anflug von Gefahr durch viel Situationskomik entkräftet wird. Darstellerisch pendelt die Riege zwischen völlig drüber und hölzern und anbei gibt es natürlich ein gesundes Maß an nackter Haut, während der kunterbunter Score für Abwechslung sorgt.
Nicht sonderlich kreativ und auch nicht übermäßig durchdacht, aber kurzweilig genug, um nicht gänzlich auf dem Dachboden zu verstauben.
5,5 von 10

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