Review

Kritik zu Avallones "Specters"

Gesehen habe ich die deutsche 18er Verleihfassung. Die scheint weitestgehend ungeschnitten.

Studenten setzen in Collosseum-Nähe Artifakte frei, ohne großen Erfolg, vor allem wohl, weil sie nicht so genau wissen, was sie suchen. Der Prof hüllt sich da in Schweigen. Durch ungestüme U-Bahn-Arbeiten wird die begehrte Höhle dann doch freigesetzt, die Party-Stimmung ist groß, bis man die Inschrift am Tor, von wegen Böse und "ob ihr's ruft oder nicht" findet. Doch die unternehmungslustigen Studis verbringen trotzdem ihre Zeit in der Höhle, bis die ersten draufgehen.

Fast schon klassisch, was Avallone abliefert, fast - wabernde Nebelschwaden und das Böse als Monter personifiziert. Tatsächlich aber hat Avallone vor allem dick aufgetragen. Ein Monster mit Bewegungsphobie, die übliche Warnung, die alten Dämlacks mit fehlendem Überlebensinstinkt, etc. Warum also trotzdem die gute allgemeine Meinung zu diesem Italo-Schund? Weil nicht alles schlecht ist, deswegen. Viele der Szenen sind sehr atmosphärisch eingefangen, das wars eigentlich schon an Gutem. Ach ja, die wenigen Gore-Szenen sind ganz deftig und einfallsreich, z.B. wird einem Herrn der Kopf einfach langsam an einer Mauer zerdrückt - für den Effekt sollte Stivaletti den Oskar bekommen. Im Gegenzug gibt es dumme Dialoge ( Held kommt zur Freundin und bringt einen alten Kumpel mit, den er gerade vom Flughafen abgeholt hat, er stellt ihn vor und fragt ihn erst da, ob er einen guten Flug gehabt hat, doll nicht?) und ein Happy-End, das schon lange Zeit abgelaufen war. Vor allem die Effekte halten die Fans wohl bei der Stange, aber so reichlich sind die hier auch nicht.
Fazit: alles andere als meisterlich, auch kein Kultfilm, aber wer sich zum Beispiel auch mal mit den unbekannteren Filmergüssen eines Lamberto Bava amüsieren kann, ist gut aufgehoben.

Gesamteindruck: 4 von 10
Härte: 5 von 10 (aber nur wegen der Kopfmatschgeschichte!)

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