Das ist ja echt ein Reinfall für Paramount geworden. Da erholt sich das Star Trek-Franchise dank der tollen neuen Strange New Worlds-Serie langsam wieder und Paramount kündigt einen neuen Film an, der dann aber nur bei der Streaming-Tochter erscheint. Ich weiss jetzt auch warum. Als Star Trek-Fan kann man sich nur mit Grausen abwenden und wenn man den Film nur aus Star Trek-Gesichtspunkten bewerten müsste, wäre nur die Tiefstwertung möglich. Aus objektiver Sicht kann man aufgrund der guten visuellen Gestaltung und der Special Effects und auch einem Mindestmaß an Spannung durchaus ein paar Sternchen vergeben. Aber wirklich nur ungern!
Was ist das Problem? Zum ersten hat dieses quietschbunte SciFi-Abenteuer nun wirklich gar nichts mit Star Trek zu tun. Also schon mal ein Etikettenschwindel. Die böse Hauptfigur aus der Discovery-Serie wird hier zur Heldin gemacht, aber auch Discovery war den meisten Trekkies schon etwas suspekt.
Zweitens sind die Dialoge und auch die Synchro unterirdisch schlecht. Wirklich alle Figuren (ausser der von Omari Hardwick gespielten zweiten Hauptrolle) sind maximal unsympathisch bis lächerlich überzeichnet. Und auch Michelle Yeoh, die ich sonst sehr schätze, verkommt hier zur Witzfigur.
Drittens die bescheuerte Story und die vertanenen Chancen. Der geheimnisumwitterte Förderationsgeheimdienst - was hätte man da draus machen können. Jedenfalls keinen billigen Guardians of the Galaxy-Abklatsch so wie hier. Diesen Figuren zuzuschauen, hat wirklich körperliche Schmerzen verursacht.
Vielleicht schauen sich die Produzenten mal ein paar Folgen Next Generation an, dann wissen sie beim nächsten Film, worum es in Star Trek geht.