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Was passiert ist, daran kann sich Riya nicht mehr erinnern. Sie erwacht und befindet sich ohne Gedächtnis auf dem Planeten Ash, auf der Station herrscht Chaos, Besatzungsmitglieder wurden brutal ermordet. Mit dieser Ausgangssituation geht der von Flying Lotus inszenierte SciFi-Grusler an den Start und entwickelt sich zu einer Art kosmischem Whodunnit mit Horroreinschlag. 

Dabei mixt „Ash“ allerlei Vorbilder wild durcheinander. Irgendwo in der stilistischen Schnittmenge aus „Alien“ (1979), „Event Horizon“ (1997), Carpenters „The Thing“ (1982) und ein paar anderen Genrevertretern macht es sich der nicht sonderlich teure Streifen bequem. Für das schmale Budget sieht er ganz anständig aus, nur bei den Raumschiffszenen sollte man nicht so genau hinsehen. Aber das ist Nebensache, „Ash“ verfolgt seinen finsteren Krimiplot in dieser hübschen außerirdischen Kulisse, der Blick auf die Planetenoberfläche gehört zu den sehenswerteren Komponenten. 
Weniger geglückt sind die Jumpscares und Inserts, die mitunter fehlende Übersicht, das flackernde Licht. Auch das mag das Budget kaschieren, macht das Schauen aber nicht angenehmer. Dazu kann man sich den Knackpunkt des Szenarios schon lange vor der Enthüllung denken. Dennoch ist das effektvoll und über einige Strecken interessant, wenn es sich hier und da auch mal zieht. Die Figurenzeichnung bleibt oberflächlich und so bleiben die Leute recht egal. Inszenatorisch richtig mau wird es gegen Ende, wenn eine Rückblende alles erklären soll. 
Darstellerisch geht das in Ordnung. Lange ist es ein Spiel mit zwei Figuren, wobei Eiza González den Film meist allein tragen muss. Der Rest, unter anderem Aaron Paul und Iko Uwais, sind okay, wobei man trotz Uwais keine dollen Martial Arts-Einlagen erwarten darf. 

„This is about our species.“

Visuell holt „Ash“ einiges aus seinem Budget heraus, erzählerisch ist er ein Werk aus anderen Werken und mit ein paar Härten garniert. Spannend ist das nur bedingt und ein paar Längen haben sich auch eingeschlichen. Ein solider Ausflug in den SciFi-Grusel, wenn auch nicht umwerfend oder in Erinnerung bleibend. Kann man mal machen.

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