Aschenputtel fährt jetzt Tesla...
In dieser absoluten grotesk schlechten "Horrorversion" von Cinderella treiben Stiefmutter und Stiefschwestern die unschuldige Aschenputtel dermaßen weit, dass diese austickt und sich auf einen blutigen Rachfeldzug begibt...
The Really Ugly Stepsister
Zwischen Märchentrash, Daily Soap und Horrorversuch kommt "Cinderellas Revenge" - und versagt dabei auf allen Eingangskanälen. Voller Produktplatzierungen und Dummheit, fehlschlagendem Humor und Hässlichkeit, seelisch wie körperlich. Und insbesondere filmisch. Das zeigt nur nochmal, wie gut "The Ugly Stepsister" eigentlich wirklich war. "Cinderellas Revenge" meint Zeit, Stile und Protonenstrahler kreuzen zu müssen - und verbrennt sich dabei völlig die Finger. Den ganzen Körper, ehrlicher und strenger gesagt. Was für ein unlustiges Desaster! Ein bisschen Mobbing, ein bisschen Morde, ein bisschen Manie, ein bisschen Magie. Und insgesamt alles für die Tonne. Weder tatkräftig als Märchenbruch noch als Horrorfilm. Grauenhaft. Eine Beleidigung an den Intelligenzquotienten jedes Zuschauers. Bodyhorror ist schwächlich. Psychologischer Horror fühlt sich gekünstelt an. Ausgestattet wie vom Karnevalswirts, geschrieben wie von einem Fünftklässler, humortechnisch verblendet und verfahren ohne Ende. Zum Großteil einfach nochmal (in minimal fieser und möglichst lahm) die Aschenputtel-Story widergekaut. Ein anständiger Slasher ist's auch nicht. "Cinderellas Revenge" kommt mir vor wie eine Mischung aus Werbung und Verarschung. Und das hinterlässt verständlicherweise ein ganz, ganz fieses Gefühl. Kleiner Bonuspunkt für die immer noch höchst attraktive Natasha Henstridge.
Dauersterbesendung
Fazit: egal ob der jetzt zu einem größeren Cinematic Universe gehört oder nicht... Das ist großer Kürbismist!