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Die ehrgeizige Journalistin Robin Monroe reist mit ihrem Verlobten auf eine traumhafte Südseeinsel. Doch selbst im Urlaub muss sie einen Job annehmen und zu einem Fotoshooting nach Tahiti fliegen. Für den Rücktransfer aufs Festland steht jedoch nur der museumsreife Flieger des Piloten Quinn Harris zur Verfügung. Allerdings können sich Pilot und Passagier überhaupt nicht ausstehen, und so kommt es, dass erst ein aufkommendes Gewitter den Konflikt der beiden Streithähne unterbricht. Als die Maschine von einem Blitz getroffen wird, muss Harris seinen Flieger auf einer Insel notlanden.

Das gibt es wirklich selten, ein Film in dem der sonst meist langweilige Mittelteil den Höhepunkt darstellt. Lustig wird die Spaß Robinsonade nämlich erst nach der Bruchlandung der beiden gegensätzlichen Charaktere aus der einsamen und unbewohnten Pazifikinsel. Hier kann man gut betrachten was passiert wenn eine verwöhnte Business Frau zusammen mit einem zynischen Brummbär in einem begrenzten Areal eingepfercht werden, nämlich jede Menge Spaß für den Zuschauer.
Die beiden liefern sich wirklich spaßige Wortgefechte, Anne Heche zeigt ein tolles Mienenspiel und auch Harrison Ford darf mal seine amüsante Seite zeigen. Gemixt mit der exotischen Kulisse, die den Darstellern sicher einen entspannten Dreh bescherte, zeigen die beiden Streithähne ihr Talent. Highlights sind dabei sicher die Schlange in der Hose oder der etwas mißglückte Versuch mit der letzten Patrone der Leuchtschußpistole ein Linienflugzeug auf 30000 Fuß Höhe auf sich aufmerksam zu machen.
Etwas verwaschener dafür die Nebengeschichte um Robins Verlobten und Quinns großeutriger Freundin, die dann auch mal zusammen kuscheln, aber nicht annähernd mit dem Wortwitz der Hauptprotagonisten glänzen können. Logisch das diese beiden sich dann auch mal ein wenig näher kommen und spätestens durch die gemeinsame Bedrohung durch ein Piratentrio endgültig zusammengeschweißt werden. Ich verrate wohl nicht zuviel, denn jeder wird es sich schnell denken können, das die beiden nach ein wenig zieren am Schluß doch noch zueinander finden.
Stellenweise bietet Reitmans Komödie viel Spaß, kann aber das Niveau nicht durchgehend halten. Hätte man sich die ganze Verlobten Geschichte gespart, wäre wahrscheinlich einiges gewonnen worden, aber auch so bleibt ein netter Spaß mit schönen Stränden.
6/10

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