Inhalt:
Drei Arbeiterinnen einer Chemiefabrik kommen durch vergiftete Milch ums Leben, doch die drei kommen als lebende Tote zurück, um sich an den Verantwortlichen zu rächen.
Kritik:
Bisher hatte ich über diesen Film nur negatives gehört und der reißerische Titel unterstützte dieses Vorurteil noch und so nahm ich mir den Streifen in einer ruhigen Minute (äh, naja, 80 sinds in etwa) vor, als mir nach einem wunderschönen Tag gerade nach einem schlechten Film zumute war. Und bis kurz vor Schluss blieb ich in dem Glauben, es mit einer echten Perle des schlechten Films zu tun zu haben. Doch als dann am Ende einige Dinge zurechtgerückt werden, erscheint der Streifen im Nachhinein betrachtet ganz anders als bis zu dieser Stelle. Das Gehirn beginnt zu rattern und man geht den Film nochmal durch, was einiges in einem anderen Licht erscheinen lässt (so wie es z.B. auch bei "Fight Club" der Fall ist, wobei dieser Streifen hier natürlich qualitativ nicht an den Hollywooderfolg heranreicht. Dabei fällt mir ein, dass es eigentlich schade ist, dass man dieses Aha-Erlebnis bei der Auflösung leider beim zweiten Mal gucken so nicht wieder empfinden kann). Aber vielleicht später dazu mit Spoilerwarnung mehr (mal schaun, wie ausführlich ich schreiben mag).
Die Story ist natürlich etwas verzwickter, als es in meinem obigen kurzen Abriss erscheinen mag. Es gibt viele Charaktere die miteinander in unterschiedlichen Verbindungen stehen, wobei hauptsächlich Erpressungen, Beschuldigungen und Sex an der Tagesordnung stehen. Man muss schon aufpassen, um auch alles mitverfolgen zu können.
Der Film beginnt gleich mit einer herrlich trashigen Szene, in der ein leichtes Mädel per Anhalter mit einem LKW-Fahrer mitfährt, wobei sie sich dummerweise vorm Einsteigen am Bein verletzt. Nach einer kurzen Fahrt verspürt sie Schmerzen, der Mann hält an und bringt sie in einen alten Turm, wo er Ideenreichtum beweist und folgendes spricht: "Weißt du, ich habe Medizin studiert und dann später das Studium abgebrochen. Jetzt müssen wir nur noch wissen, wo es genau wehtut." Er tastet sich an ihrem Bein richtig Unterleib vor und plaudert: "Mit Akupressur kann man Schmerzen lindern, man muss nur den Punkt finden. Aber ich glaube, ich weiß jetzt, wo er ist. Hab ich ihn gefunden?" Ihre Antwort: "Uuuh, ui!" Diese Gelegenheit nutzt dann ein behelmter Motorradfahrer, um die Milchladung des LKW mit einer chemischen Flüssigkeit anzureichern, was dann zum Tod von drei milchtrinkenden Mädels führt. Da behaupte noch einer, dass der Spruch "Die Milch machts!" nicht stimmt.
Als dann in einer Nacht-und-Nebel-Aktion auch noch chemische Wässerchen seitens der Fabrik auf dem Friedhof entsorgt werden, kommt es wie es kommen muss. Die drei Damen hält nichts mehr in ihren Gräbern und sie dürstet es nach untoter Rache an ihren Peinigern. Wo sind die Funk-Füchse, wenn man sie mal braucht?
Fortan löschen die Mädels ihren Rachedurst und lassen die ein oder anderen Schuldigen blutig das Zeitliche segnen.
Damit wären wir auch schon bei den Effekten. Es gibt die ein oder andere Blutigkeit zu bestaunen, wobei diese aber niemals sonderlich realistisch wirken. So wird einer Dame mittels hochhackigem Zombieschuhabsatz die Augenhöhle erweitert, dem Giftaufdenfriedhofkipper wird der Pippimann abgebissen (was zu einer sehr unterhaltsamen Reaktion eines zufällig vorbeifahrenden Mannes führt, der die Leiche erblickt, mit den Worten "Oh mein Gott. Entsetzlich!" von Dannen zieht und niemals wieder gesehen wurde), bei einem Mädel nehmen unsere Zombiedamen den Ausdruck "das Schwert in die Scheide stecken" etwas zu wörtlich und einer Schwangeren öffnet sich nach Chemikalienkontakt beim Duschen der Bauch, was zu einer klassischen Frühgeburt führt (sehr ekelig, aber auch sehr unecht).
Witzig finde ich die Idee mit der Beichte, bei der der Milchverseucher seine Taten einem Zombie im Beichtstuhl berichtet und kurz darauf Buße tun muss, indem er die Chemikalie eingeflößt bekommt.
Die Zombiemasken sehen aus wie aufgesetzte Halloweenmasken [Spoiler/Anfang] aber das sind sie dann im Endeffekt auch (Oh mann, das Ende wird immer genialer, je öfter ich darüber nachdenke *g*) [Spoiler/Ende].
Zum Abschluss gibt es noch meine Lieblings-Schlechte-Szene des Films. Ein Mann geht ans Telefon dran (Helge Schneider Hommage) und sagt ohne Pause zwischen den Worten "Ja? Was? Danke!" und verkündet seinem Gegenüber : "Es ist für sie!". Kinder, was hab ich gegröhlt!
Naja, wie auch immer. Im Endeffekt ist dies ein schlechter Zombiereißer, der aber bei der Auflösung rückwirkend deutlich an Qualität gewinnt und somit auf jeden Fall geguckt werden kann.